Coimbra: Älteste Universität Portugals

Die Universitätsstadt Coimbra ist die größte Stadt der Região Centro. Mit der 1290 gegründeten Universität Coimbra beheimatet sie eine der ältesten Universitäten Europas, welche 2013 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde. Die portugiesische Kulturhauptstadt 2003 war sogar kurz nach Guimarães von 1139 bis 1256 die zweite Hauptstadt des Landes.

Unser Coimbra-Video

Universität Coimbra
Universität Coimbra

Wir starteten unseren Besuch in der veganfreundlichen „Taberna do Azeite“ Passeite. Wer Oliven und das daraus gewonnene Öl liebt, ist hier genau richtig! Passeite ist nämlich auch der Name des von den Betreibern Guilherme und Marije selbst hergestellten Olivenöls, welches sie exklusiv in dieser Taberne und in den Niederlanden verkaufen. Neben portugiesischen Olivenöl und Oliven gibt’s noch jede Menge anderer Snacks. Fragen über die Produktion und Eigenschaften des Öls und der Oliven beantworten die freundlichen Inhaber leidenschaftlich gerne.

Da das Wetter ungemütlich wurden, verkrochen wir uns in das Shoppingcenter Fórum Coimbra, welches westlich des Rio Mondego gegenüber der Altstadt liegt. Mit 234 Kilometern Länge ist der Mondego übrigens der längste Fluss, der ausschließlich durch Portugal fließt. Von den Terrassen des Fórum Coimbra hat man eine schöne Aussicht auf den Fluss und Coimbra. Wir beschlossen, am nächsten Vormittag die Stadt zu erkunden und lieber noch ein paar Folgen unserer aktuellen Serien im Auto-Bett zu schauen.

Am nächsten Tag stürzten wir uns also in Coimbras Altstadt und starteten – wie sollte es anders sein – natürlich bei der Universität, welche sie am höchsten Punkt der Stadt befindet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1290 durch den portugiesischen König Dionysius (Dom Dinis) wechselte sie mehrere Male den Standort zwischen Coimbra und Lissabon, bis sie 1537 von König Johann III. endgültig in Coimbra angesiedelt wurde. 1728 wurde die umfangreiche und reich verzierte Universitätsbibliothek Biblioteca Joanina fertiggestellt, die als eine der spektakulärsten Bibliotheken der Welt gilt. Heute hat die Universität Coimbra etwa 22.000 Studenten und besteht aus acht Fakultäten.

Wir machten einen kleinen Schlenker über Portugals größten Botanischen Garten mit alten, exotischen Baumriesen und Tropenhäusern aus dem 18. Jahrhundert und den Praça da República, um dann wieder nach oben in die Altstadt zu gehen. Dort kamen wir am Museu da Ciência vorbei zur neuen Kathedrale Sé Nova de Coimbra aus dem 16. Jahrhundert.

Direkt daneben befindet sich das Museu Nacional de Machado de Castro, welches als ein Highlight Zentralportugals gilt. Es ist über dem römischen Forum gebaut, dessen Überreste mehrere Ebenen abdecken und besichtigt werden können. Ein Teil des Besuchs führ hinunter zu den gewölbten, gespenstischen und unermesslich atmosphärischen Galerien des Kryptoportikus, die es dem Forum erlaubten, auf einer so hügeligen Stelle zu sein.

Wenige Schritte weiter befindet sich die romanische Kathedrale Sé Velha aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Hier befindet sich auch die Tapas Bar Maria Portuguesa, welche vegane Optionen anbietet. Diese können draußen auf einer Terrasse mitten in der Altstadt verzehrt werden. Hier bietet sich euch die Möglichkeit, traditionell portugiesische Gerichte in veganer Variante zu  probieren. Viele der vegetarischen Gerichte können veganisiert werden, sprecht dafür einfach mit der Köchin Maria.

Von hier führt die zu einem Wahrzeichen gewordene Treppe Quebra Costas (portugiesisch „Rückenbrecher“) mit ihren unzähligen Stufen ins historische Zentrum herunter. Hier reihen sich Geschäfte aller Art, Restaurants, Bars und Cafés aneinander. Durch ein Tor im Torre da Almedina gelangt man zur Rua Ferreira Borges. Diese führt zur ehemaligen Klosterkirche Igreja de Santa Cruz, welche in das Rathaus integriert ist.

Nachdem wir uns auch noch den Bahnhof angeschaut hatten, fuhren wir weiter ins Landesinnere in Richtung Vale de Moses. In diesem Yoga Retreat mitten in den Bergen haben wir die nächste Woche mit viel Yoga, Essen und Spaziergängen verbracht. Doch dazu bald mehr.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.