Tomar, Batalha & Alcobaça: UNESCO-Klosterroute

Ourém

Ourém
Ourém

Den nächsten kurzen Stopp machten wir in dem Städtchen Ourém, in dem es aber außer der mittelalterlichen Altstadt und der Burg Castelo de Ourém nicht viel zu sehen gibt.

Fátima

Santuário de Fátima
Santuário de Fátima

Mit dem Santuário de Fátima (Heiligtum von Fátima) ist Fátima der bedeutendste Wallfahrtsort Portugals. Gegenüber der alten Basílica de Nossa Senhora do Rosário wurde 2007 die neue Basílica da Santíssima Trindade (Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit) eingeweiht. Sie ist mit annähernd 9000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts. Zwischen den beiden Kirchen befindet sich zudem der größte Kirchenvorplatz der Welt.

Hinter der Entstehung zum Wallfahrtsort steckt aber auch eine ziemlich abgefahrene Geschichte: Am 13. Mai 1917 (also vor ziemlich genau 100 Jahren) soll hier den drei Hirtenkindern Lúcia, Jacinta und Francisco die Jungfrau Maria erschienen sein. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Da sich Jacinta nicht an die Stillschweigevereinbarung hielt, fanden sich von Monat zu Monat immer mehr Schaulustige ein.

Daher kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an, welche Zehntausende von Anwesenden beobachtet haben sollen: die einer Silberscheibe ähnelnde Sonne habe sich angeblich wie ein Feuerrad gedreht. Am 13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen vom Bischof von Leiria für glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung Nossa Senhora de Fátima an diesem Ort gestattet.

Als wäre das nicht schon Magic genug, seien den besagten drei Kindern bei der dritten Erscheinung am 13. Juli die drei Geheimnisse von Fátima überliefert worden, welche sie 1917 jedoch nicht veröffentlichen durften. 1927 soll Lúcia in einer Botschaft des Himmels die Erlaubnis zur Offenbarung der ersten beiden Geheimnisse erhalten haben. Diese Niederschrift musste sie aber auf Anweisung ihres Seelsorgers wieder verbrennen. Am 31. August 1941 schrieb Lúcia nochmals die Geheimnisse auf und übergab sie dem Bischof von Leiria. Beide Geheimnisse wurden am 13. Mai 1942 veröffentlicht.

Das dritte Geheimnis schrieb Lúcia zwar bereits 1944 auf, wurde jedoch erst am 26. Juni 2000 bekannt gemacht. Der Inhalt beziehe sich nach Meinung mancher auf das Papstattentat vom 13. Mai 1981, welches sich am Jahrestag der ersten Erscheinung ereignete. Papst Johannes Paul II. besuchte seinen Attentäter Mehmet Ali Ağca 1983 im Gefängnis. Bei dem Gespräch soll dieser sich auf die Erscheinungen von Fátima bezogen haben, indem er Papst Johannes Paul II. mehrfach gefragt habe, was das denn für eine Königin gewesen sei, die seinen Tod verhindert habe.

Auch im Wallfahrtsort Fátima lässt sich vegan essen und einkaufen, nämlich im Bioladen und Health-Food-Restaurant Tonsai Bio. Hier kann man gemütlich das Tagesmenü verzehren und aus einem breiten Produktangebot shoppen. Vieles ist vegan und natürlich alles bio!

Adresse: Avenida de José Alves Correia da Silva 90, Fátima



Eine Antwort auf „Tomar, Batalha & Alcobaça: UNESCO-Klosterroute“

  1. ich liebe legenden und geschichten, danke fürs eintauchen in die mystik und die tollen alten Gebäude, die viel erzählen könnten. gute weiterreise in portugal.

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