Vegan Guide Lissabon – Teil 3: See

Nachdem ihr bereits im ersten und zweiten Teil der Lissabon-Reihe erfahren habt, was es alles Leckeres zu essen gibt und auf welche Art und Weise ihr euch fortbewegen könnt, folgt hier der dritte Teil mit allen Sightseeing-Tipps. Außerdem verraten wir euch, welche unsere favorisierten Aussichtspunkte sind. Denn davon gibt es in der Stadt der Sieben Hügel einige.

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen der Serie:

  1. Eat
  2. Explore
  3. See
  4. Sleep
  5. Umgebung

Unser Lissabon-Video

See.

Wie schon im ersten Teil über veganes Essen in Lissabon, haben wir auch für die Sehenswürdigkeiten (rot) und Aussichtspunkte (gelb) eine Map erstellt. Dabei haben wir uns auf das Wesentliche reduziert, sodass diese Punkte notfalls auch während einer Tagestour abgeklappert werden können. Wer mehr Zeit in der portugiesischen Hauptstadt verbringt, wird natürlich auf noch mehr schöne Ecken stoßen.

Sehenswürdigkeiten

Beginnen wir mit den Sehenswürdigkeiten. Einige von ihnen können entweder jeden Sonntag oder zumindest jeden ersten Sonntag im Monat von 10 Uhr bis 14 Uhr kostenlos besichtigt werden. So zum Beispiel der Torre de Belém, das Mosteiro dos Jerónimos oder das Panteão Nacional. 

Dies ist jedoch schon lange kein Geheimtipp mehr, sodass sich ewig lange Schlangen vor den besagten Attraktionen bilden. Möchtet ihr sie trotzdem unbedingt gratis besichtigen, empfehlen wir euch, genügend Zeit und Sonnenschutz mitzubringen. Da sich die Bedingungen von Zeit zu Zeit ändern, solltet ihr euch zudem vorab nochmal informieren, wo ihr aktuell wann kostenlos reinkommt.

Torre de Belém
Torre de Belém
Torre de Belém

Der Torre de Belém (rote Nummer 1 auf der Sightseeing Map) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 zählt der 1521 fertiggestellte Leuchtturm zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ursprünglich gab es auf der gegenüberliegenden Seite noch einen zweiten Turm, welcher jedoch durch das große Erdbeben von 1755 zerstört wurde. Das düstere Innere diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis und Waffenlager. Heute dient die oberste, freiliegende Etage des 35 Meter hohen Turms als Aussichtsplattform.

Mosteiro dos Jerónimos
Mosteiro dos Jerónimos
Mosteiro dos Jerónimos

Das Mosteiro dos Jerónimos (rote Nummer 2 auf der Sightseeing Map) ist ebenfalls seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Hieronymitenkloster – wie es auf deutsch heißt – gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik, einer portugiesischen Variante der Spätgotik. Es wurde von Manuel I., einem der bedeutendsten Könige Portugals, in Auftrag gegeben, kurz nachdem der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise zurückgekehrt war. Der Bau dauerte von 1501 bis 1601.

Ganz in der Nähe befindet sich übrigens auch das Padrão dos Descobrimentos (portugiesisch für „Denkmal der Entdeckungen“), welches 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer durch das Salazar-Regime errichtet wurde. Es zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Spätmittelalters in Portugal, die aber nicht alle zur gleichen Zeit gelebt haben.

Die Benutzung des Euphemismus „Entdeckungen“ im Namen ist ein Grund, warum wir es nicht mit auf die Sightseeing Map aufgenommen haben. Eine Kolonisierung, die Völkermord, Verdrängung, Kulturverlust und viele andere schreckliche Dinge zur Folge hatte, verharmlosend und beschönigend als „Zeitalter der Entdeckungen“ zu bezeichnen, finden wir persönlich – sorry für den Ausdruck – absolut zum Kotzen. Während unseres Aufenthaltes in Lissabon hat uns geschockt, wie oft und scheinbar selbstverständlich diese Bezeichnung noch verwendet wird. Man würde meinen, dass man es heutzutage besser wissen müsste. Trotzdem wollen wir euch das Denkmal nicht komplett vorenthalten, also zeigen wir euch dennoch ein Foto. Wir hoffen nur, dass ihr etwas sensibler mit eurem Sprachgebrauch umgeht.

Padrão dos Descobrimentos
Padrão dos Descobrimentos
Ponte 25 de Abril
Ponte 25 de Abril
Ponte 25 de Abril

Die Ponte 25 de Abril (rote Nummer 3 auf der Sightseeing Map) wird oft mit der Golden Gate Bridge in San Francisco verglichen – berechtigterweise. Denn durch die rote Farbe und die fachwerkartigen Versteifungsträger ähneln sich die beiden Hängebrücken tatsächlich sehr, wenn auch die Lissabonner Variante etwas kürzer und niedriger ist.

Dafür ist sie aber weltweit die drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Das eigentliche Vorbild ist nämlich die ebenfalls doppelstöckige San Francisco Bay Bridge. Auf sechs Auto- und zwei Eisenbahnspuren verbindet die Ponte 25 de Abril in Nord-Süd-Richtung den Lissabonner Stadtteil Alcântara mit der Stadt Almada.

Ponte 25 de Abril von Almada aus
Ponte 25 de Abril von Almada aus
LX Factory
LX Factory
LX Factory

Die LX Factory (rote Nummer 4 auf der Sightseeing Map) haben wir bereits im ersten Teil unserer Lissabon-Reihe erwähnt, denn hier lässt es sich im Café The Therapist lecker vegan essen. Auf einem ehemals verlassenen Fabrikgelände direkt unter der Ponte 25 de Abril in Alcântara ist eine alternative Insel der Kreativität entstanden, die Raum für Co-Working Spaces, Agenturen, Ateliers, Cafés, Bars, Restaurants und kleine Geschäfte bietet. Zudem finden hier Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Workshops statt.

LX Factory
LX Factory
Basílica da Estrela
Basílica da Estrela 
Basílica da Estrela

Die Basílica da Estrela (rote Nummer 5 auf der Sightseeing Map), eigentlich Real Basílica e Convento do Santíssimo Coração de Jesus, ist eine Kirche und ein historisches Karmelitenkloster. Der Bau wurde 1777 aus Dankbarkeit über einen männlichen Thronfolger von Königin Maria I., der ersten Frau auf dem portugiesischen Thron, in Auftrag gegeben. Dieser hatte jedoch nicht viel davon: Die Fertigstellung erfolgte erst 1790, nachdem Prinz Joseph bereits 1788 den Pocken erlegen war.

Time Out Market Lisboa
Time Out Market Lisboa
Time Out Market Lisboa

Der Time Out Market Lisboa (rote Nummer 6 auf der Sightseeing Map) befindet sich im Mercado da Ribeira, einer Markthalle, die ab 1876 errichtet und 1882 eröffnet wurde. Ab Beginn der 1990er-Jahre wurde das erste Stockwerk des Gebäudes zu einem Kulturzentrum umgebaut, wo seither verschiedene musikalische Veranstaltungen statt finden

Im Jahr 2014 wurde der Westflügel der Markthalle völlig neu gestaltet und der Time Out Market Lisboa als erster von mehreren geplanten Joint-Venture-Markthallen erhielt Einzug. In diesem finden Fast Food, Nouvelle Cuisine sowie traditionelle portugiesische Küche mit 35 Food-Ständen mit Holzbänken und -tischen für die Gäste eine neue städtische Attraktion. Die Food-Verkäufer bieten vor allem regionale Produkte an.

Praça do Comércio
Praça do Comércio
Praça do Comércio

Der Handelsplatz Praça do Comércio (rote Nummer 7 auf der Sightseeing Map) ist einer der wichtigsten Plätze Lissabons. Direkt am Hauptstadtfluss Tejo gelegen, ist der Platz noch immer unter seinem alten Namen Terreiro do Paço („Palastgelände“) bekannt, da sich hier bis zum verheerenden Erdbeben von 1755 das königliche Stadtschloss Paço da Ribeira („Palast am Ufer“) befand.

In Lissabon forderte das Beben eine hohe Opferzahl. Der königliche Palast und ein Großteil der Lissabonner Unterstadt wurden durch den darauf folgenden Tsunami und ein gewaltiges Feuer zerstört. Nach dem Erdbeben erhielt das Gelände eine völlig neue Form im Rahmen der durch den Marquis von Pombal veranlassten städtischen Umgestaltung.

Bis in die neunziger Jahre diente der Praça do Comércio als Autoparkplatz. Heute herrscht dort ein rigides Parkverbot, sodass der Platz zu einer beliebten Veranstaltungsfläche wurde.

Praça do Comércio
Praça do Comércio
Praça do Comércio
Praça do Comércio
Praça Rossio
Praça Rossio
Praça Rossio

Der Platz Praça Rossio (rote Nummer 8 auf der Sightseeing Map), offiziell Praça de Dom Pedro IV, ist neben dem Praça da Figueira und dem Praça do Comércio einer der drei wichtigsten innerstädtischen Plätze der portugiesischen Hauptstadt. Diese Bedeutung kam ihm jedoch frühestens etwa ab dem 13. und 14. Jahrhundert zu. Zu der Zeit erweiterte sich Lissabon weiter zum Ufer des Tejos, mehr und mehr Einwohner lebten nun um den Berg des Castelo de São Jorge. Der Name Rossio bedeutet in etwa „Feld ohne Einwohner“ im alten Portugiesisch. 

Der Platz befindet sich im Herzen Lissabons und ist seit dem Mittelalter Hauptzentrum der Innenstadt. Er war Schauplatz zahlreicher Feiern und Revolutionen. Heute ist er vornehmlich beliebter Treffpunkt sowohl der Lissabonner Einwohner als auch der Touristen. Innerhalb Lissabons ist der Rossio ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Der aktuelle, offizielle Name Praça de Dom Pedro IV erinnert an den portugiesischen König Pedro IV., dem späteren brasilianischen Kaiser Pedro I., dessen Bronzestatue sich auf einer Säule in der Mitte des Platzes befindet. Das wellenartige Mosaikmuster wurde im 19. Jahrhundert auf dem Platz verlegt. Es ist typisch für Portugal und symbolisiert die Verbindung zum Meer und der Seefahrt.

Am nördlichen Ende des Platzes befindet sich das Theater Teatro Nacional Dona Maria II. Dieses wurde 1842 bis 1846 errichtet und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 27. Geburtstag der Königin Maria II. am 13. April 1846 eröffnet. Jedoch zerstörte ein Feuer das Gebäude, bis auf seine Außenmauern, vollständig. Es wurde originalgetreu wieder aufgebaut und erst 1978 neu eröffnet.

Wir haben auch noch einen Tipp für euch: Der 45 Meter hohe Aufzug Elevador de Santa Justa, auch Elevador do Carmo genannt, gilt als öffentliches Verkehrsmittel und ist somit im normalen Tagesticket enthalten. Von ihm aus genießt man eine schöne Aussicht über den Praça Rossio.

Teatro Nacional Dona Maria II
Teatro Nacional Dona Maria II
Kathedrale (Sé de Lisboa)
Kathedrale (Sé de Lisboa)
Kathedrale (Sé de Lisboa)

Die Kathedrale Sé de Lisboa (rote Nummer 9 auf der Sightseeing Map), auch Igreja de Santa Maria Maior, meist jedoch schlicht  genannt, ist die Hauptkirche Lissabons. Das Gebäude befindet sich an dem Standort, an dem früher eine Moschee existierte. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1147, somit gilt die Kathedrale als die älteste Kirche der Stadt.

Im Jahr 1380 wurde die westliche Fassade im Stil der Romanik errichtet. Nachdem bereits 1344 ein Erdbeben einige Schäden angerichtet hatte, verursachte das Erdbeben von 1755 erneut Schäden, unter anderem wurde der gotische Chor zerstört. Im 18. Jahrhundert wurden die Türme mit Zinnen gekrönt, welche in der Zeit der Regierung von Salazar wieder abgebaut wurden, um kurz danach wiederhergestellt zu werden. Außerdem wurde das einem Portal ähnelnde Fenster in der Westfassade durch ein Rosettenfenster ersetzt.

Panteão Nacional
Panteão Nacional 
Panteão Nacional

Das Panteão Nacional (rote Nummer 10 auf der Sightseeing Map) befindet sich in der Igreja de Santa Engrácia. Die große Barockkirche des 17. Jahrhunderts, die erst im 20. Jahrhundert vollendet werden konnte, wurde nie als Gotteshaus genutzt. Das derzeitige Gebäude der Igreja de Santa Engrácia ersetzte mehrere bereits davor am gleichen Ort bestehende Kirchen, die ebenfalls nach der Märtyrerin von Braga aus dem 12. Jahrhundert, der heiligen Engrácia, benannt waren.

Die ersten Bauarbeiten für das derzeitige Kirchengebäude begannen 1681, nachdem die vorigen teilweise eingestürzt waren. Die Leitung des Baus übernahm João Antunes, königlicher Architekt und zu der Zeit einer der bekanntesten Barockarchitekten Portugals. Die Bauarbeiten für die neue Kirche zogen sich bis 1712 hin, bis Antunes verstarb. Der damalige König João V. hatte kein Interesse an der neuen Kirche in Alfama. Er investierte die Steuermittel lieber in den gigantischen Nationalpalast von Mafra, der größten Schloss- und Klosteranlage Portugals.

Daher blieb die Kirche bis ins 20. Jahrhundert unvollendet. So bürgerte sich die Bezeichnung Obras de Santa Engrácia, zu Deutsch „Bauarbeiten von Santa Engrácia“, als Synonym für lange, unvollendete Werke in den allgemeinen Sprachgebrauch ein. Letztendlich entschied die portugiesische Politik während des Estado Novo (Diktatur unter Salazar) die Kirche fertigzustellen. Daher wurde die Kirche, vor allem die Kuppel, bis 1966 vollendet und darauf geweiht.

Im gleichen Jahr wurde die Kirche, nachdem sie fertiggestellt war, nach französischem Vorbild in ein nationales Pantheon umgewandelt. Daher wurden nachträglich einige Personen exhumiert, um in der Igreja de Santa Engrácia beerdigt zu werden. Begraben sind hier „Promis“ wie Staatspräsidenten, Schriftsteller sowie eine Fadosängerin und ein Fußballspieler. Zudem befinden sich hier noch einige Kenotaphen (Scheingräber) für „Helden der portugiesischen Geschichte“ wie Vasco da Gama und Heinrich den Seefahrer.

Seit August 2003 besitzt auch das Kloster Santa Cruz in Coimbra den Status eines Panteão Nacional, da dort die ersten beiden portugiesischen Könige, Afonso Henriques und Sancho I., beerdigt sind. Daher gibt es seitdem zwei Gebäude in Portugal, die gleichrangig die Bezeichnung Panteão Nacional tragen.

Fonte Luminosa
Fonte Luminosa 
Fonte Luminosa

Der Monumentalbrunnen Fonte Luminosa (rote Nummer 11 auf der Sightseeing Map) wurde zwischen 1939 und 1943 im Stadtviertel Alto do Pina errichtet und bildet den östlichen Abschluss der Alameda Dom Afonso Henriques. Ausgeführt wurde der Bau von den beiden Architekten Carlos und Guilherme Rebelo de Andrade. Die zentralen Brunnenfiguren wurden von Diogo de Macedo geschaffen, die Frauenstatuen am Beckenrand von Maximiniano Alves.

Der Name des „leuchtenden Brunnens“ leitet sich von der Lichtshow ab, die jeden Abend etwa 15 Minuten nach Sonnenuntergang stattfindet. Jeden Nachmittag und Abend gibt es auch Wassershows. Aufgrund der ständig erforderlichen Wartung und der hohen Kosten funktioniert der Brunnen jedoch nicht immer. Zwei Treppen an den Seiten des Denkmals führen herauf. Von dort kann man den Brunnen von oben sehen und hat einen schönen Ausblick über die Allee.

Parque das Nações
Parque das Nações
Parque das Nações

Die Stadtgemeinde Parque das Nações (rote Nummer 12 auf der Sightseeing Map) („Park der Nationen“) umfasst das ehemalige Ausstellungsgelände der Expo 98. Mit der Entscheidung für die Expo 98 und deren Thema „Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft“ begann die komplette Neubebauung des vorherigen Industriegebiets.

Dabei setzten die politischen Instanzen auf moderne Architektur, um so einen Gegenpol zur Baixa de Lisboa, der Lissabonner Innenstadt, zu bilden und das Gebiet als ein neues Tourismusziel zu etablieren. Eine Nachnutzung wurde bereits von Anfang an für alle Gebäude angestrebt.

Der Bahnhof Estação do Oriente, entworfen von Santiago Calatrava, stellt den Mittelpunkt des Parque das Nações dar. Die Gleise werden von einer sehr leicht wirkenden Dachkonstruktion aus Glas, die auf Baumstützen lagert, überspannt. Vom Bahnhof aus gibt es zahlreiche Zugverbindungen in nahezu alle Landesteile. Die Linha Vermelha der Metro Lissabon gewährleistet eine Verbindung in die Innenstadt.

Estação do Oriente
Estação do Oriente
Glasdach des Estação do Oriente
Glasdach des Estação do Oriente

Ebenfalls sehenswert ist das Einkaufszentrum Vasco da Gama, welches während der Expo 98 die Funktion eines Empfangsgebäudes für die Weltausstellung besaß. Hinter dem Einkaufszentrum befindet sich der Pavilhão Atlântico, während der Expo als Pavilhão da Utopia bezeichnet, heute eine Multifunktionshalle. Großkonzerte bekannter Bands beispielsweise finden meist in dieser Halle statt.

Einkaufszentrum Vasco da Gama
Einkaufszentrum Vasco da Gama

Nördlich davon befinden sich heute die Internationalen Ausstellungshallen, wo sich das neue Lissabonner Messezentrum Feira Internacional de Lisboa einrichtete. Neben der Messe bietet der 145 Meter hohe Aussichtsturm mit angeschlossenem Hotelbau Torre Vasco da Gama eine Aussicht auf den Tejo und den Parque das Nações an sich. Er ist das höchste Gebäude Portugals. 

Zum Gelände der Weltausstellung gehören außerdem der ehemalige Pavilhão do Futuro (Zukunftspavillon), der heute das Lissabonner Casino beherbergt, und der Pavilhão do Conhecimento (Wissenspavillon), heute das Lissabonner Museum für Wissenschaft.

Torre Vasco da Gama
Torre Vasco da Gama

Die Ponte Vasco da Gama wurde zwischen 1995 und 1998 ebenfalls zur Expo 98 erbaut, um die Ponte 25 de Abril sowie weitere Infrastrukturen Lissabons vom Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Sie überspannt den Tejo und verbindet den Parque das Nações per Autobahn mit den südlich gelegenen Städten Montijo und Setúbal. Benannt wurde sie nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama und soll an die 500-jährige Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 erinnern. Mit 17,185 Kilometern Länge ist sie eine der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.

Ponte Vasco da Gama
Ponte Vasco da Gama

Wie bereits im zweiten Teil der Lissabon-Reihe über die Fortbewegungsmittel erwähnt, existieren hier tatsächlich Fahrradwege. So kann man das Expogelände auch mit dem Rad erkunden und während einer Tagestour die knapp 16 Kilometer entlang des Tejos bis zum Torre de Belém radeln.

Radweg im Parque das Nações
Radweg im Parque das Nações


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