Vegan Guide Lissabon – Teil 3: See

Aussichtspunkte

Weiter geht’s mit den Aussichtspunkten oder – wie sie auf portugiesisch heißen – mit den Miradouros. Die gibt es in der hügeligen Stadt am Tejo haufenweise, jeder auf seine eigene Art und Weise besonders. Wir zeigen euch unsere persönlichen Favoriten und verraten euch, wie ihr dort am besten hinkommt.

Miradouro de Santa Luzia
Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia
Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia

Der Miradouro de Santa Luzia (gelbe Nummer 1 auf der Sightseeing Map) bildet zusammen mit dem Miradouro das Portas do Sol unsere beiden Top-Favoriten. Sie liegen sehr dicht beieinander, weshalb die Aussicht von beiden Aussichtspunkten sehr ähnlich ist.

Und zwar ähnlich beeindruckend: Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Altstadtviertel Alfama und die beiden Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia, weshalb die beiden Miradouros als eines der besten Fenster über Lissabon und den Tejo gelten.

Direkt neben dem Aussichtspunkt befindet sich die namensgebende Kirche Igreja de Santa Luzia. An ihrer Fassade sind zwei Azulejos (Kachelbilder) zu sehen: Ein Bild zeigt Lissabon vor dem großen Erdbeben von 1755, das andere die Legende von Martim Moniz. Übrigens: Das Titelbild dieses Beitrags stammt vom Miradouro de Santa Luzia.

Miradouro das Portas do Sol
Blick vom Miradouro das Portas do Sol
Blick vom Miradouro das Portas do Sol

Vom Miradouro das Portas do Sol (gelbe Nummer 2 auf der Sightseeing Map) stammen wohl die meisten der typischen Reiseführerfotos der Lissabonner Altstadt. Was auch nicht wundert, schließlich bekommt man hier einen bezaubernden Blick über das Gassengewirr von Alfama, aus dem die Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia herausstechen.

Unserer Meinung nach ein Muss für jeden Lissabonbesuch, zumal man hierher – genauso wie zum Miradouro de Santa Luzia – bequem mit der berühmten Straßenbahnlinie 28E (Station Largo das Portas do Sol) kommt. Der Miradouro das Portas do Sol liegt sogar noch etwas höher als der Miradouro de Santa Luzia.

Blick vom Miradouro das Portas do Sol 
Blick vom Miradouro das Portas do Sol
Miradouro da Graça
Blick vom Miradouro da Graça
Blick vom Miradouro da Graça

Oh ja, auch der Miradouro da Graça (gelbe Nummer 3 auf der Sightseeing Map) ist definitiv einer unserer Lieblinge, vor allem zum Sonnenuntergang. Inzwischen wurde er offiziell umbenannt in Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen. Er ist aber vor allem unter dem alten Namen bekannt.

Miradouro da Graça
Miradouro da Graça

Gleich neben der Igreja da Graça gibt es ein kleines Café. Dort kann man sich hinsetzen, etwas trinken, eine Kleinigkeit essen und die fantastische Aussicht genießen. Oder man setzt sich einfach auf die Mauer und beobachtet, wie die untergehende Sonne ganz Lissabon in ein warmes Licht taucht. Um die Ecke gibt es sogar öffentliche Toiletten.

Auch hierher führt die beliebte Straßenbahnlinie 28E: Einfach an der Station Graça aussteigen und noch etwa 300 Meter über den Largo da Graça zum Aussichtspunkt laufen.

Blick vom Miradouro da Graça
Blick vom Miradouro da Graça
Miradouro da Nossa Senhora do Monte
Miradouro da Nossa Senhora do Monte
Miradouro da Nossa Senhora do Monte

Der Miradouro da Nossa Senhora do Monte (gelbe Nummer 4 auf der Sightseeing Map) ist der höchstgelegene Aussichtspunkt Lissabons. Daher hat man hier eine beeindruckende Aussicht auf das Castelo de São Jorge, den Tejo und die Ponte 25 de Abril bis hin zur 28 Meter hohen Christusstatue Cristo Rei auf der anderen Seite des Flusses.

Uns hat der Renault Twizy hergeführt, den wir bereits im zweiten Teil der Lissabon-Serie genauer vorgestellt haben. Aber auch hierher kommt man ebenfalls mit der Tramlinie 28E: Haltestelle Rua da Graça und circa 300 Meter der Rua da Senhora do Monte nach Westen folgen.

Miradouro do Parque Eduardo VII
Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt
Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt

Ebenfalls sehr bekannt ist der Ausblick vom Miradouro do Parque Eduardo VII (gelbe Nummer 5 auf der Sightseeing Map). Über den größten innerstädtischen Park Lissabons kann man in Richtung Praça Marquês de Pombal bis zum Tejo schauen. Die große Grünfläche wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als „grüne Verlängerung“ der Avenida da Liberdade eröffnet. Francisco Keil do Amaral gestaltete den Park, der sich direkt an den Praça Marquês de Pombal anschließt, mit zahlreichen symmetrisch angeordneten Hecken.

Der ehemalige britische König und Namensgeber des Parks Eduard VII. besuchte Portugal im Jahr 1903. Um den guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Portugal ein Symbol zu geben, benannte die Stadtverwaltung den Park darauf nach dem königlichen Besucher.

Miradouro do Parque Eduardo VII
Miradouro do Parque Eduardo VII

Auf der nordwestlichen Seite des Parks befindet sich der botanische Garten Estufa Fria („kaltes Gewächshaus“). Hier finden zahlreiche exotische Pflanzen, für die das Lissabonner Klima verträglich ist, ihren Platz. Teil der Anlage ist auch das verglaste Estufa Quente („heißes Gewächshaus“), in dem tropische Pflanzen zu sehen sind, die wärmere Klimabedingungen brauchen.

Zu diesem Aussichtspunkt kommt ihr mit Sightseeingbussen, mit der blauen Metro Linha Azul (Station Parque) und mit zahlreichen Linienbussen:

  • 702, 712: Haltestelle Rua Francisco Manuel de Melo 
  • 711, 723, 744, 748, 753, 783Haltestelle Marquês de Pombal
  • 713, 742: Haltestelle Palácio Justiça 
  • 726, 746: Haltestelle Igreja de São Sebastião
Miradouro de São Pedro de Alcântara
Miradouro de São Pedro de Alcântara
Miradouro de São Pedro de Alcântara

Der Miradouro de São Pedro de Alcântara (gelbe Nummer 6 auf der Sightseeing Map) ist der letzte Aussichtspunkt, den wir euch vorstellen möchten. Hierbei handelt es sich um eine höher gelegene Terrasse mit Bänken und Blick über die Stadt bis zur Burg Castelo de São Jorge. Perfekt um ein leckeres Eis von Gelato Mú zu schlecken!

Direkt daneben befindet sich die 1885 eröffnete Standseilbahn Elevador da Glória. Vorbei an Streetart überwindet diese 48 Meter Höhendifferenz auf 265 Metern (18 Prozent maximale Steigung) und verbindet somit den Miradouro de São Pedro de Alcântara mit dem Praça dos Restauradores. Übrigens: der Elevador da Glória ist im Tagesticket der öffentlichen Verkehrssmittel enthalten!

Zum Praça dos Restauradores fahren die Buslinien 207, 709 und 711 und die blaue Metro Linha Azul. Von dort kann man dann den steilen Aufstieg entweder mit dem Elevador da Glória oder zu Fuß zurücklegen. Wer darauf keine Lust hat, kommt auch mit den Bussen 202 und 758 (Haltestelle São Pedro de Alcântara) zur Aussichtsplattform.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.