15 Travel Hacks für die ARMAS-Fähre

Wie ihr ja schon im letzten Artikel erfahren habt, solltet ihr euer Ticket lieber rechtzeitig buchen, damit ihr nicht wie wir drei Wochen auf den nächsten freien Platz warten müsst. Nun verraten wir euch dazu auch noch unsere persönlichen Reisetipps, konkret bezogen auf Fährfahrten mit ARMAS.

Auf der ARMAS-Fähre
Auf der ARMAS-Fähre

Alle Tipps beziehen sich dabei primär auf das ARMAS-Schiff Volcan del Teide, mit dem wir vom spanischen Festland zu den Kanaren gefahren sind. Die meisten Punkte gelten jedoch auch für andere Fähren und kürzere Überfahrten.

Vor der Fährfahrt:

  1. Keine Kabine buchen

    Da eine Kabine sehr viel teurer als die günstigste Option, der „Pullman Seat“, ist, haben wir uns dazu entschlossen, keine zu buchen. Die günstigste Kabine hätte nämlich auf unserer Strecke (Huelva – Teneriffa) 1.400 Euro für zwei Personen gekostet – das 4,5-fache von dem was wir für den „Pullman Seat“ bezahlt haben (399 Euro). Wie ihr trotzdem genügend Schlaf findet, erfahrt weiter unten.

  2. Filme/Serien/Spiele runterladen

    Da das Wlan an Bord zwar kostenlos ist, aber nicht immer funktioniert, solltet ihr euch vor allem für lange Überfahrten euer Entertainment-Programm vorher herunterladen. Und: Kopfhörer¹ nicht vergessen! Es gibt zwar auch Fernseher, dort läuft aber überall der gleiche Film parallel und der Ton ist nicht sonderlich überragend.

  3. Je nach Richtung den Tank leer fahren oder volltanken

    Falls ihr wie wir die kanarischen Inseln ansteuert, solltet ihr euer Auto oder Wohnmobil nicht nochmal vorher tanken. Denn die Spritpreise auf den Kanaren sind unfassbar niedrig – so gut wie überall unter einem Euro pro Liter Superbenzin! Dabei am günstigsten ist Teneriffa, wo wir zum Teil für 79 Cent pro Liter getankt haben. In Andalusien hingegen kann man froh sein, eine Tankstelle mit einem Bezinpreis von 1,20 Euro pro Liter zu finden. Fahrt ihr allerdings in die andere Richtung, also von den Kanaren zum spanischen Festland, könnt ihr euer Fahrzeug wiederum vorher nochmal ordentlich voll machen. Achtet in jedem Fall natürlich darauf, dass ihr noch genug im Tank habt, um von der Fähre wieder runter und zur nächsten Tankstelle zu fahren. 😉

     

    Wir haben natürlich mal wieder viel zu viel mitgenommen. Das Wichtigste: Hummus und Soja-Kaffee :D
    Wir haben natürlich mal wieder viel zu viel mitgenommen. Das Wichtigste: Hummus und Soja-Kaffee 😀

    Das solltet ihr mitnehmen:

  4. Ladekabel für Handy, Tablet, Notebook, etc.

    Auf der Fähre gibt es Steckdosen zur freien Benutzung, daher: Schnappt euch eure Technik, die dazu gehörigen Ladekabel und eventuell einen Reiseadapter¹, falls ihr keinen europäischen Stecker habt.

  5. Decke oder Schlafsack und ein Kissen

    Unabhängig davon, ob ihr einen der besseren Schlafplätze ergattern konntet oder nicht (dazu unten mehr), solltet ihr euch auf jeden Fall mindestens ein Kissen¹, am besten sogar noch einen Schlafsack¹ oder eine kleine Decke mitnehmen. Nachts wird es auf der Fähre nämlich ziemlich kalt!

    Mit Decke ist es einfach gleich viel gemütlicher :)
    Mit Decke ist es einfach gleich viel gemütlicher 🙂
  6. Schlafmaske und Ohrenstöpsel

    Ja, ich weiß, es klingt asozial, aber ARMAS scheint sehr viel daran zu liegen, das Übernächtigen außerhalb einer Kabine so unangenehm wie möglich zu gestalten. Daher wird man nicht nur in Deck 7 und darunter ständig geweckt, da man dort nicht schlafen darf, nein, selbst wo das Schlafen offiziell erlaubt ist (also ab Deck 8), wird nachts nicht einmal die grelle Beleuchtung aus- oder auch nur ein winziges bisschen dunkler gestellt! Ebenso läuft bis nach Mitternacht die Karaokeveranstaltung, weshalb es sich gerade für Menschen mit einem leichten Schlaf empfiehlt, sowohl eine Schlafmaske¹ als auch Ohrstöpsel¹ einzupacken.

  7. Eventuell eine Isomatte

    Solltet ihr keinen der wenigen guten Schlafplätze abbekommen haben, ist es hilfreich, eine Isomatte¹ dabei zu haben. So erweitert sich die Auswahl an angenehmen Schlaforte deutlich, ohne dass ihr direkt auf dem harten Boden schlafen müsst.

  8. Travelsafe

    „Ja, was mache ich denn aber mit meinen Wertsachen, während ich schlafe, aufs Klo muss oder in den Pool springen will?“ mag sich so manch eine*r fragen. Auch dafür haben wir natürlich eine Lösung gefunden: Und zwar den Travelsafe von Pacsafe¹, eine Art portablen Safe, den man überall festmachen kann. Dabei handelt es sich um eine Art Beutel, der mit einem integriertem Stahlseilgeflecht versehen ist und durch einen Stahlseilzug an der Öffnung mit dem beigelegten Zahlenschloss verschlossen wird. Du packst also deine Wertsachen in den Travelsafe, ziehst das Drahtseil an der Öffnung wie einen Seesack zu, legst das Drahtseil um ein fest montiertes und stabiles Objekt (z.B. ein Geländer) und schließt es mit dem Schloss am Travelsafe fest – fertig!

    Travelsafe von Pacsafe
    Travelsafe von Pacsafe
  9. Badesachen & Handtuch nicht vergessen!

    Ja, ihr habt gerade richtig gelesen: Es gibt einen Pool! Dieser wird kurz nach dem Ablegen mit gefiltertem Meerwasser befüllt. Er ist zwar recht klein, wurde aber auf unserer Fahrt von kaum jemandem außer uns genutzt und war somit die meiste Zeit komplett frei. Eine angenehme Abkühlung zwischendurch und eine krasse Erfahrung, denn beim Tauchen hört und spürt man die Vibration des Schiffmotors. Tipp: Mit einem ultraleichtem Reise-Handtuch¹ spart ihr Volumen und Gewicht im Gepäck!

    Meerwasserpool auf dem ARMAS-Schiff Volcan del Teide
    Meerwasserpool auf dem ARMAS-Schiff Volcan del Teide
  10. Tupperdose(n) & Essen

    Self-Service-Bereich mit Mikrowellen
    Self-Service-Bereich mit Mikrowellen

    Da es im Self-Service-Bereich Mikrowellen gibt, hätten wir gerne ein paar Nudeln und unsere hohen Tupperdosen von Ikea¹ dabei gehabt. In diesen haben wir nämlich schon in so mancher Mikrowelle im Shoppingcenter gekocht. Ihr könnt euch natürlich auch schon Vorgekochtes mitnehmen und dort aufwärmen. Auch praktisch: Obst + Müsli + Schüsselchen + Löffel + eure Lieblingsmilch für ein leckeres Frühstück auf See. 😉

    Unsere persönliche Lieblingsfrühstückslocation auf der Fähre
    Unsere persönliche Lieblingsfrühstückslocation auf der Fähre
  11. Was wir dabei hatten und nicht unbedingt gebraucht hätten:

    • Klopapier
      Die Toiletten an Bord sind voll in Ordnung und mit Klopapier und Seife ausgestattet.
    • Unmengen an Getränken
      Diese sind an Bord relativ günstig, das Café hat ein niedrigeres Preisniveau als ein durchschnittliches Café in Deutschland.
    • Powerbanks
      …haben wir durch ausreichende Steckdosen nicht gebraucht.
    • Zu viel Essen
      Es gibt relativ günstige Smoothies und die meisten Beilagen sind vegan (Allergene sind gekennzeichnet). Auch hier sind die Preise in Ordnung.

     

    Auf der Fähre:

  12. Schnell einen guten Schlafplatz sichern

    Das Café, welches sich über die 7. und 8. Etage erstreckt, bietet einige bequeme Sofas, auf denen es sich recht gut schlafen lässt – sofern es denn erlaubt ist. Das ist es nämlich nur in Deck 8(!). In allen Decks darunter wird man permanent von den Sicherheitsbeauftragten zum Sitzen aufgefordert – auch nachts! Das wissen die Locals natürlich bereits, deshalb gilt: Sobald ihr euch an Deck befindet, reserviert euch umgehend die Sofas in der 8. Etage, am besten mit Nähe zu einer Steckdose. Wer dies nämlich nicht weiß, so wie wir zuvor, der geht leer aus, denn die begehrten Schlafplätze sind schnell belegt. Übrigens: Sonnenliegen gibt’s genug, darum müsst ihr euch keine Sorgen machen. 😉

    Der Café-Bereich auf Deck 7: Hier darf man NICHT liegen, geschweige denn schlafen
    Der Café-Bereich auf Deck 7: Hier darf man NICHT liegen, geschweige denn schlafen, aaaber es gibt Steckdosen
  13. Früh genug aufstehen, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen

    Sonnenaufgang über dem Meer
    Sonnenaufgang über dem Meer

    Der ist auf dem Meer unbeschreiblich schön, das solltet ihr euch echt nicht entgehen lassen.

    ...auch der Sonnenuntergang kann sich sehen lassen
    …und auch der Sonnenuntergang kann sich sehen lassen
  14. In den Pool springen und/oder trainieren

    Wie gesagt, der Pool ist mit Salzwasser gefüllt und fast immer menschenleer. Das hat man ja auch nicht alle Tage. 😉 Auf Deck 9 findet ihr außerdem Freiluft-Trainingsgeräte, die auch kaum jemand benutzt. Gestaltet euch die Überfahrt also so angenehm wie möglich bzw. nutzt sie effektiv! 🙂

    In den Pool gehen und/oder trainieren
    Ohne Worte 😀
  15. Duschen & Umkleiden am Pool

    Danach könnt ihr eine erfrischende Dusche nehmen. Diese befindet sich neben dem Pool auf Deck 7. Direkt daneben gibt’s auch eine Umkleide. Die Hygiene muss also auch nicht zu kurz kommen! 😛

    Die Duschen und Umkleiden befinden sich links von dem Mann rechts im Bild
    Die Duschen und Umkleiden befinden sich links von dem Mann rechts im Bild

Das waren dann auch schon all unsere Travel Hacks für die ARMAS-Fähre. Wir wünschen dir eine gute Fahrt. Schiff ahoi! 😀

Hallo Kanaren!
Hallo Kanaren!

 

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