7 Orte auf La Gomera, die du gesehen haben musst

La Gomera: Nach El Hierro ist sie die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Mit einer Fläche von knapp 370 Quadratkilometern macht die annähernd kreisrunde Insel vulkanischen Ursprungs nicht einmal fünf Prozent der Gesamtfläche aller Kanaren aus. Dennoch hat die grüne Oase 300 Kilometer westlich des afrikanischen Festlandes einiges zu bieten. Welche Orte in keinem Gomera-Urlaub fehlen sollten, erfahrt ihr hier.

La Gomera
La Gomera

Die perfekte Route

Das Traumziel für Naturliebhaber lässt sich sehr gut während einer Rundreise mit dem Mietwagen oder eigenen Fahrzeug erkunden. Dafür haben wir uns die Highlights der Insel rausgesucht und auf einer viertägigen Route miteinander verbunden. Davor und danach haben wir je eine Nacht in der Hauptstadt San Sebastián de La Gomera verbracht. Unsere Route sah also so aus:

Am ersten Reisetag haben wir uns A und B, am zweiten C und D, am dritten E und am vierten F und G angeschaut. Die Reihenfolge der Punkte könnt ihr natürlich variieren. Insgesamt fanden wir die Zeit absolut ausreichend und wir hatten auch genügend Puffer zum Erholen. La Gomera eignet sich zudem hervorragend als Zwischenstopp zwischen Teneriffa und La Palma – so haben wir es auch gemacht.

Hier sind sie also, die 7 Orte, die ihr auf La Gomera auf keinen Fall verpassen solltet:

  1. San Sebastián de La Gomera

    San Sebastián de La Gomera
    San Sebastián de La Gomera

    Die Inselhauptstadt San Sebastián de La Gomera kennt vermutlich jeder, der einmal auf La Gomera war. Schließlich gilt der Hafen von San Sebastián als das Eingangstor für die gesamte Insel. Von hier gibt es Fährverbindungen zu den Nachbarinseln Teneriffa und La Palma. Die Entfernung zum nächstgelegenen Fährhafen Los Cristianos auf Teneriffa beträgt dabei gerade einmal 38 Kilometer.

    San Sebastián de La Gomera
    Im Hintergrund rechts lässt sich sogar der Teide blicken

    Obwohl das Städtchen an der Ostküste der kleinen Insel nur 8707 Einwohnern zählt, ist es die größte der sechs Gemeinden auf La Gomera. Hier steht auch die Ende des 15. Jahrhunderts errichtete Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción, welche im Laufe der Zeit mehrfach durch Piratenüberfälle beschädigt und teilweise zerstört wurde. Sie gilt als bedeutendes Beispiel der gotischen Baukunst im atlantischen Gebiet, in der die Bauweise der spanischen Katholischen Könige mit dem portugiesischen Manuelino-Stil verschmilzt.

    Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción
    Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción
  2. Roque de Agando

    Roque de Agando
    Roque de Agando

    Beim Roque de Agando handelt es sich um einen 1251 Meter hohen vulkanischen Felsturm, welcher sich im Parque Nacional de Garajonay befindet. Er gehört zur Felsgruppe Los Roques („die Felsen“) und entstand (wie auch die anderen Roques), als ein Vulkanschlot mit erstarrendem magmatischem Gestein (auch Magmatite genannt) gefüllt wurde. Die dieses Gestein umgebenden weicheren Gesteinsschichten wurden durch Erosion abgetragen, sodass nur die harten Magmatite zurückblieben. Entlang der Straße GM-2 finden sich mehrere Aussichtspunkte, die einen Blick auf den Roque de Agando bieten.

    Wald beim Roque de Agando
    Wald beim Roque de Agando
  3. Nationalpark Los Órganos

    Auf dem Weg zum Nationalpark Los Órganos
    Auf dem Weg zum Nationalpark Los Órganos

    Sehr sehenswert ist auch das Gebiet um und im Nationalpark Los Órganos. Hierher zu kommen ist aber gar nicht mal so einfach: Wir sind dafür von der Straße CV-16 in der Nähe von Epína auf eine schmale Schotterpiste Richtung Tazo und Arguamul abgebogen. Dieser sind wir dann gute 8 Kilometer gefolgt, bis wir an einer kleinen Kirche (Ermita de Nuestra Señora de Coromoto) gehalten haben. Dort haben wir geschlafen, um am nächsten Morgen in Ruhe die Gegend zu erkunden. Das Gebiet ist hervorragend zum Wandern und Klettern geeignet.

    Schotterweg zum Nationalpark Los Órganos
    Schotterweg zum Nationalpark Los Órganos
    Unser Schlafplatz
    Unser Schlafplatz

    Das eigentliche Highlight lässt sich jedoch nur vom Boot aus bewundern: Das Naturdenkmal von Los Órganos, an der Nordküste von Vallehermoso gelegen, ist eine Klippe aus sehr alten vulkanischen Gesteinen, deren Abkühlung und anschließende Erosion der Insel so charakteristische Silhouetten in Form von vertikal auf das Meer fallenden Orgelpfeifen verliehen hat – daher auch der Name.

    Nationalpark Los Organos
    Klippen beim Nationalpark Los Organos, im Hintergrund ist mal wieder der Teide auf Teneriffa zu sehen
  4. Los Chorros de Epina

    Los Chorros de Epina
    Los Chorros de Epina

    Mitten auf dem Weg zwischen Los Órganos und Valle Gran Rey befindet sich mit Los Chorros de Epina eine der wenigen Trinkwasserquellen auf den westlichen Kanaren, also der Provinz Teneriffa. Dem Wasser, welches über insgesamt sieben hölzerne, ausgehöhlte Äste aus der Quelle in das darunter liegende Becken fließt, werden magische Kräfte zugeschrieben. Neben den Klassikern „Heilung von Krankheiten“ und „Erfüllung von Liebeswünschen“, ist hier auch ein ziemlich frauenfeindlicher und alberner Hexen-Mythos dabei: Tränken Frauen aus den den Männern vorbehaltenen ungeraden Ästen, würden sie sich daraufhin in Hexen verwandeln – ja nee, ist klar.

    Da das Wasser aber ansonsten bedenkenlos getrunken werden kann, legen sich viele Locals einen Vorrat von dem „magischen“ Wasser für Zuhause an. Dabei sollte man beachten, dass man das abgefüllte Wasser danach die Treppen wieder hinauf tragen muss, die den einzigen Zugang zu der sagenumwobenen Quelle bilden.

  5. Valle Gran Rey

    Valle Gran Rey
    Valle Gran Rey

    Das Valle Gran Rey („Tal des großen Königs“) war unser persönliches Highlight der Insel. Dabei handelt es sich um ein zum Meer hin offenes Tal mit endlos vielen Terrassenfeldern, unzähligen Palmen, ausgedehnten Bananenplantagen und vielen verstreut liegenden kleinen Häusern. Mittendurch schlängelt sich die Hauptstraße GM-1 vom Nationalpark Garajonay bis runter zum Örtchen La Calera.

    Valle Gran Rey
    Valle Gran Rey

    Apropos Highlight: High sind hier auch viele der zahlreichen Hippies und Aussteiger, die es hier besonders in den 1970er und 1980er Jahren hingezogen hat. Heute verfügt die Gemeinde über die mit Abstand höchste touristische Nutzung auf La Gomera. Grund dafür ist unter anderem der Ausbau der Zufahrtsstraße und des Hafens, wodurch das Tal gut zu erreichen ist.

    Valle Gran Rey
    Valle Gran Rey

    Unten am Hafen bieten einige Lokale vegan deklarierte Optionen an. Hoch über dem Tal mit Blick auf die Anbauterrassen bis hin zum Meer hat der lanzarotenische Künstler César Manrique im Jahre 1989 den Aussichtspunkt Mirador del Palmarejo erschaffen. Durch die großen Panoramascheiben des darunter befindlichen Restaurants hat man eine gute Aussicht. Das Restaurant wurde von einer Berufsfachschule für Hotel und Gastronomie betrieben, jedoch aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.

    Valle Gran Rey
    Valle Gran Rey
  6. Vallehermoso

    Vallehermoso in unserem La-Gomera-Video

    Nachdem wir in der sehr empfehlenswerten Ferienwohnung Apartamentos Arure Plaza nahe des Valle Gran Rey übernachtet hatten, besuchten wir den Hauptort der zweitgrößten Gemeinde der Insel: Vallehermoso. Dabei handelt es sich um ein niedliches Dorf mit einem zentralen Platz, an dem sich das Rathaus und ein paar Supermärkte befinden.

    Selbstgekochtes Essen auf dem Balkon der Unterkunft Apartamentos Arure Plaza Nahe des Valle Gran Rey
    Selbstgekochtes Essen auf dem Balkon der Unterkunft Apartamentos Arure Plaza
  7. Agulo

    Agulo
    Agulo

    Auf dem Weg zurück in die Hauptstadt San Sebastián de La Gomera liegt das verträumte und ursprüngliche Dörfchen Agulo umgeben von Bananenplantagen. Der von den Einheimischen als „der grüne Balkon“ bezeichnete Ort besteht aus zwei Teilen: In der tiefer gelegenen Region liegt Agulo Casco, oberhalb liegt der in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts gegründete Ortskern Agulo auf einer Höhe von etwa 250 Metern. Besonders gut betrachten lässt sich die Siedlung von der gläsernen Plattform des Mirador de Abrante.

 
Natürlich gibt es auf La Gomera noch mehr sehenswerte Orte. Diese Liste spiegelt lediglich unsere persönlichen Highlights wider. Wart ihr schon mal auf der zweitkleinsten Kanareninsel? Was hat euch dort am besten gefallen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! 🙂

Unser Kanaren-Guide

Kanaren-Guide: Welche Kanarische Insel ist die Beste?

 
 

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Eine Antwort auf „7 Orte auf La Gomera, die du gesehen haben musst“

  1. wow wie schön euer Gomera Video mit Luftaufnahmen und so toller Klaviermusik. Da kommen Erinnerungen an die Zeit auf La Gomera in den 90 ziger Jahren.
    Danke

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