Vegan Guide Lissabon – Teil 3: See

Fonte Luminosa

Fonte Luminosa 
Fonte Luminosa

Der Monumentalbrunnen Fonte Luminosa (rote Nummer 11 auf der Sightseeing Map) wurde zwischen 1939 und 1943 im Stadtviertel Alto do Pina errichtet und bildet den östlichen Abschluss der Alameda Dom Afonso Henriques. Ausgeführt wurde der Bau von den beiden Architekten Carlos und Guilherme Rebelo de Andrade. Die zentralen Brunnenfiguren wurden von Diogo de Macedo geschaffen, die Frauenstatuen am Beckenrand von Maximiniano Alves.

Der Name des „leuchtenden Brunnens“ leitet sich von der Lichtshow ab, die jeden Abend etwa 15 Minuten nach Sonnenuntergang stattfindet. Jeden Nachmittag und Abend gibt es auch Wassershows. Aufgrund der ständig erforderlichen Wartung und der hohen Kosten funktioniert der Brunnen jedoch nicht immer. Zwei Treppen an den Seiten des Denkmals führen herauf. Von dort kann man den Brunnen von oben sehen und hat einen schönen Ausblick über die Allee.

Parque das Nações

Parque das Nações
Parque das Nações

Die Stadtgemeinde Parque das Nações (rote Nummer 12 auf der Sightseeing Map) („Park der Nationen“) umfasst das ehemalige Ausstellungsgelände der Expo 98. Mit der Entscheidung für die Expo 98 und deren Thema „Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft“ begann die komplette Neubebauung des vorherigen Industriegebiets.

Dabei setzten die politischen Instanzen auf moderne Architektur, um so einen Gegenpol zur Baixa de Lisboa, der Lissabonner Innenstadt, zu bilden und das Gebiet als ein neues Tourismusziel zu etablieren. Eine Nachnutzung wurde bereits von Anfang an für alle Gebäude angestrebt.

Der Bahnhof Estação do Oriente, entworfen von Santiago Calatrava, stellt den Mittelpunkt des Parque das Nações dar. Die Gleise werden von einer sehr leicht wirkenden Dachkonstruktion aus Glas, die auf Baumstützen lagert, überspannt. Vom Bahnhof aus gibt es zahlreiche Zugverbindungen in nahezu alle Landesteile. Die Linha Vermelha der Metro Lissabon gewährleistet eine Verbindung in die Innenstadt.

Estação do Oriente
Estação do Oriente
Glasdach des Estação do Oriente
Glasdach des Estação do Oriente

Ebenfalls sehenswert ist das Einkaufszentrum Vasco da Gama, welches während der Expo 98 die Funktion eines Empfangsgebäudes für die Weltausstellung besaß. Hinter dem Einkaufszentrum befindet sich der Pavilhão Atlântico, während der Expo als Pavilhão da Utopia bezeichnet, heute eine Multifunktionshalle. Großkonzerte bekannter Bands beispielsweise finden meist in dieser Halle statt.

Einkaufszentrum Vasco da Gama
Einkaufszentrum Vasco da Gama

Nördlich davon befinden sich heute die Internationalen Ausstellungshallen, wo sich das neue Lissabonner Messezentrum Feira Internacional de Lisboa einrichtete. Neben der Messe bietet der 145 Meter hohe Aussichtsturm mit angeschlossenem Hotelbau Torre Vasco da Gama eine Aussicht auf den Tejo und den Parque das Nações an sich. Er ist das höchste Gebäude Portugals. 

Zum Gelände der Weltausstellung gehören außerdem der ehemalige Pavilhão do Futuro (Zukunftspavillon), der heute das Lissabonner Casino beherbergt, und der Pavilhão do Conhecimento (Wissenspavillon), heute das Lissabonner Museum für Wissenschaft.

Torre Vasco da Gama
Torre Vasco da Gama

Die Ponte Vasco da Gama wurde zwischen 1995 und 1998 ebenfalls zur Expo 98 erbaut, um die Ponte 25 de Abril sowie weitere Infrastrukturen Lissabons vom Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Sie überspannt den Tejo und verbindet den Parque das Nações per Autobahn mit den südlich gelegenen Städten Montijo und Setúbal. Benannt wurde sie nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama und soll an die 500-jährige Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 erinnern. Mit 17,185 Kilometern Länge ist sie eine der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.

Ponte Vasco da Gama
Ponte Vasco da Gama

Wie bereits im zweiten Teil der Lissabon-Reihe über die Fortbewegungsmittel erwähnt, existieren hier tatsächlich Fahrradwege. So kann man das Expogelände auch mit dem Rad erkunden und während einer Tagestour die knapp 16 Kilometer entlang des Tejos bis zum Torre de Belém radeln.

Radweg im Parque das Nações
Radweg im Parque das Nações

Aussichtspunkte

Weiter geht’s mit den Aussichtspunkten oder – wie sie auf Portugiesisch heißen – mit den Miradouros. Die gibt es in der hügeligen Stadt am Tejo haufenweise, jeder auf seine eigene Art und Weise besonders. Wir zeigen euch unsere persönlichen Favoriten und verraten euch, wie ihr dort am besten hinkommt.

Miradouro de Santa Luzia

Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia
Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia

Der Miradouro de Santa Luzia (gelbe Nummer 1 auf der Sightseeing Map) bildet zusammen mit dem Miradouro das Portas do Sol unsere beiden Top-Favoriten. Sie liegen sehr dicht beieinander, weshalb die Aussicht von beiden Aussichtspunkten sehr ähnlich ist.

Und zwar ähnlich beeindruckend: Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Altstadtviertel Alfama und die beiden Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia, weshalb die beiden Miradouros als eines der besten Fenster über Lissabon und den Tejo gelten.

Direkt neben dem Aussichtspunkt befindet sich die namensgebende Kirche Igreja de Santa Luzia. An ihrer Fassade sind zwei Azulejos (Kachelbilder) zu sehen: Ein Bild zeigt Lissabon vor dem großen Erdbeben von 1755, das andere die Legende von Martim Moniz. Übrigens: Das Titelbild dieses Beitrags stammt vom Miradouro de Santa Luzia.

Miradouro das Portas do Sol

Blick vom Miradouro das Portas do Sol
Blick vom Miradouro das Portas do Sol

Vom Miradouro das Portas do Sol (gelbe Nummer 2 auf der Sightseeing Map) stammen wohl die meisten der typischen Reiseführerfotos der Lissabonner Altstadt. Was auch nicht wundert, schließlich bekommt man hier einen bezaubernden Blick über das Gassengewirr von Alfama, aus dem die Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia herausstechen.

Unserer Meinung nach ein Muss für jeden Lissabonbesuch, zumal man hierher – genauso wie zum Miradouro de Santa Luzia – bequem mit der berühmten Straßenbahnlinie 28E (Station Largo das Portas do Sol) kommt. Der Miradouro das Portas do Sol liegt sogar noch etwas höher als der Miradouro de Santa Luzia.

Blick vom Miradouro das Portas do Sol 
Blick vom Miradouro das Portas do Sol

Miradouro da Graça

Blick vom Miradouro da Graça
Blick vom Miradouro da Graça

Oh ja, auch der Miradouro da Graça (gelbe Nummer 3 auf der Sightseeing Map) ist definitiv einer unserer Lieblinge, vor allem zum Sonnenuntergang. Inzwischen wurde er offiziell umbenannt in Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen. Er ist aber vor allem unter dem alten Namen bekannt.

Miradouro da Graça
Miradouro da Graça

Gleich neben der Igreja da Graça gibt es ein kleines Café. Dort kann man sich hinsetzen, etwas trinken, eine Kleinigkeit essen und die fantastische Aussicht genießen. Oder man setzt sich einfach auf die Mauer und beobachtet, wie die untergehende Sonne ganz Lissabon in ein warmes Licht taucht. Um die Ecke gibt es sogar öffentliche Toiletten.

Auch hierher führt die beliebte Straßenbahnlinie 28E: Einfach an der Station Graça aussteigen und noch etwa 300 Meter über den Largo da Graça zum Aussichtspunkt laufen.

Blick vom Miradouro da Graça
Blick vom Miradouro da Graça

Miradouro da Nossa Senhora do Monte

Miradouro da Nossa Senhora do Monte
Miradouro da Nossa Senhora do Monte

Der Miradouro da Nossa Senhora do Monte (gelbe Nummer 4 auf der Sightseeing Map) ist der höchstgelegene Aussichtspunkt Lissabons. Daher hat man hier eine beeindruckende Aussicht auf das Castelo de São Jorge, den Tejo und die Ponte 25 de Abril bis hin zur 28 Meter hohen Christusstatue Cristo Rei auf der anderen Seite des Flusses.

Uns hat der Renault Twizy hergeführt, den wir bereits im zweiten Teil der Lissabon-Serie genauer vorgestellt haben. Aber auch hierher kommt man ebenfalls mit der Tramlinie 28E: Haltestelle Rua da Graça und circa 300 Meter der Rua da Senhora do Monte nach Westen folgen.

Miradouro do Parque Eduardo VII

Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt
Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt

Ebenfalls sehr bekannt ist der Ausblick vom Miradouro do Parque Eduardo VII (gelbe Nummer 5 auf der Sightseeing Map). Über den größten innerstädtischen Park Lissabons kann man in Richtung Praça Marquês de Pombal bis zum Tejo schauen. Die große Grünfläche wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als „grüne Verlängerung“ der Avenida da Liberdade eröffnet. Francisco Keil do Amaral gestaltete den Park, der sich direkt an den Praça Marquês de Pombal anschließt, mit zahlreichen symmetrisch angeordneten Hecken.

Der ehemalige britische König und Namensgeber des Parks Eduard VII. besuchte Portugal im Jahr 1903. Um den guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Portugal ein Symbol zu geben, benannte die Stadtverwaltung den Park darauf nach dem königlichen Besucher.

Miradouro do Parque Eduardo VII
Miradouro do Parque Eduardo VII

Auf der nordwestlichen Seite des Parks befindet sich der botanische Garten Estufa Fria („kaltes Gewächshaus“). Hier finden zahlreiche exotische Pflanzen, für die das Lissabonner Klima verträglich ist, ihren Platz. Teil der Anlage ist auch das verglaste Estufa Quente („heißes Gewächshaus“), in dem tropische Pflanzen zu sehen sind, die wärmere Klimabedingungen brauchen.

Zu diesem Aussichtspunkt kommt ihr mit Sightseeingbussen, mit der blauen Metro Linha Azul (Station Parque) und mit zahlreichen Linienbussen:

  • 702, 712: Haltestelle Rua Francisco Manuel de Melo 
  • 711, 723, 744, 748, 753, 783Haltestelle Marquês de Pombal
  • 713, 742: Haltestelle Palácio Justiça 
  • 726, 746: Haltestelle Igreja de São Sebastião

Miradouro de São Pedro de Alcântara

Miradouro de São Pedro de Alcântara
Miradouro de São Pedro de Alcântara

Der Miradouro de São Pedro de Alcântara (gelbe Nummer 6 auf der Sightseeing Map) ist der letzte Aussichtspunkt, den wir euch vorstellen möchten. Hierbei handelt es sich um eine höher gelegene Terrasse mit Bänken und Blick über die Stadt bis zur Burg Castelo de São Jorge. Perfekt um ein leckeres Eis von Gelato Mú zu schlecken!

Direkt daneben befindet sich die 1885 eröffnete Standseilbahn Elevador da Glória. Vorbei an Streetart überwindet diese 48 Meter Höhendifferenz auf 265 Metern (18 Prozent maximale Steigung) und verbindet somit den Miradouro de São Pedro de Alcântara mit dem Praça dos Restauradores. Übrigens: der Elevador da Glória ist im Tagesticket der öffentlichen Verkehrssmittel enthalten!

Zum Praça dos Restauradores fahren die Buslinien 207, 709 und 711 und die blaue Metro Linha Azul. Von dort kann man dann den steilen Aufstieg entweder mit dem Elevador da Glória oder zu Fuß zurücklegen. Wer darauf keine Lust hat, kommt auch mit den Bussen 202 und 758 (Haltestelle São Pedro de Alcântara) zur Aussichtsplattform.

 

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen der Serie über Lissabon:

Noch mehr Portugal

7 Routen für den perfekten Portugal-Roadtrip

Die 30 schönsten Orte in Portugal

Portugal: Infos & Insider-Tipps


 
 

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