Top 18 Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte in Lissabon

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Nachdem ihr bereits im ersten und zweiten Teil der Lissabon-Reihe erfahren habt, was es alles Leckeres zu essen gibt und auf welche Art und Weise ihr euch fortbewegen könnt, folgt hier der dritte Teil mit allen Sightseeing-Tipps. Außerdem verraten wir euch, welche unsere favorisierten Aussichtspunkte sind. Denn davon gibt es in der Stadt der Sieben Hügel einige.

Checkt auch unseren Vegan-Guide für Lissabon aus:

Vegan in Lissabon: Cafés, Restaurants und Eisdielen (mit Karte)

Unser Lissabon-Video

Karte von Lissabon: Alle Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte auf einen Blick

Wie schon im ersten Teil über veganes Essen in Lissabon, haben wir auch für die Sehenswürdigkeiten (rot) und Aussichtspunkte (gelb) eine Map erstellt. Dabei haben wir uns auf das Wesentliche reduziert, sodass diese Punkte notfalls auch an nur einem Tag abgeklappert werden können. Wer mehr Zeit in der portugiesischen Hauptstadt verbringt, wird natürlich auf noch mehr schöne Ecken stoßen.

Die 12 besten Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Beginnen wir mit den Sehenswürdigkeiten. Einige von ihnen können entweder jeden Sonntag oder zumindest jeden ersten Sonntag im Monat von 10 Uhr bis 14 Uhr kostenlos besichtigt werden. So zum Beispiel der Torre de Belém, das Mosteiro dos Jerónimos oder das Panteão Nacional. 

Dies ist jedoch schon lange kein Geheimtipp mehr, sodass sich ewig lange Schlangen vor den besagten Attraktionen bilden. Möchtet ihr sie trotzdem unbedingt gratis besichtigen, empfehlen wir euch, genügend Zeit und Sonnenschutz mitzubringen. Da sich die Bedingungen von Zeit zu Zeit ändern, solltet ihr euch zudem vorab nochmal informieren, wo ihr aktuell wann kostenlos reinkommt.

  1. Torre de Belém

    Torre de Belém
    Torre de Belém

    Der Torre de Belém (rote Nummer 1 auf der Sightseeing Map) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Seit 1983 zählt der 1521 fertiggestellte Leuchtturm zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ursprünglich gab es auf der gegenüberliegenden Seite noch einen zweiten Turm, welcher jedoch durch das große Erdbeben von 1755 zerstört wurde. Das düstere Innere diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis und Waffenlager. Heute dient die oberste, freiliegende Etage des 35 Meter hohen Turms als Aussichtsplattform.

  2. Mosteiro dos Jerónimos

    Mosteiro dos Jerónimos
    Mosteiro dos Jerónimos

    Das Mosteiro dos Jerónimos (rote Nummer 2 auf der Sightseeing Map) ist ebenfalls seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Hieronymitenkloster – wie es auf deutsch heißt – gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik, einer portugiesischen Variante der Spätgotik. Es wurde von Manuel I., einem der bedeutendsten Könige Portugals, in Auftrag gegeben, kurz nachdem der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise zurückgekehrt war. Der Bau dauerte von 1501 bis 1601.

    Ganz in der Nähe befindet sich übrigens auch das Padrão dos Descobrimentos (portugiesisch für „Denkmal der Entdeckungen“), welches 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer durch das Salazar-Regime errichtet wurde. Es zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Spätmittelalters in Portugal, die aber nicht alle zur gleichen Zeit gelebt haben.

    Die Benutzung des Euphemismus „Entdeckungen“ im Namen ist ein Grund, warum wir es nicht mit auf die Sightseeing Map aufgenommen haben. Eine Kolonisierung, die Völkermord, Verdrängung, Kulturverlust und viele andere schreckliche Dinge zur Folge hatte, verharmlosend und beschönigend als „Zeitalter der Entdeckungen“ zu bezeichnen, finden wir persönlich – sorry für den Ausdruck – absolut zum Kotzen. Während unseres Aufenthaltes in Lissabon hat uns geschockt, wie oft und scheinbar selbstverständlich diese Bezeichnung noch verwendet wird. Man würde meinen, dass man es heutzutage besser wissen müsste. Trotzdem wollen wir euch das Denkmal nicht komplett vorenthalten, also zeigen wir euch dennoch ein Foto. Wir hoffen nur, dass ihr etwas sensibler mit eurem Sprachgebrauch umgeht.

    Padrão dos Descobrimentos
    Padrão dos Descobrimentos
  3. Ponte 25 de Abril

    Ponte 25 de Abril
    Ponte 25 de Abril

    Die Ponte 25 de Abril (rote Nummer 3 auf der Sightseeing Map) wird oft mit der Golden Gate Bridge in San Francisco verglichen – berechtigterweise. Denn durch die rote Farbe und die fachwerkartigen Versteifungsträger ähneln sich die beiden Hängebrücken tatsächlich sehr, wenn auch die Lissabonner Variante etwas kürzer und niedriger ist.

    Dafür ist sie aber weltweit die drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Das eigentliche Vorbild ist nämlich die ebenfalls doppelstöckige San Francisco Bay Bridge. Auf sechs Auto- und zwei Eisenbahnspuren verbindet die Ponte 25 de Abril in Nord-Süd-Richtung den Lissabonner Stadtteil Alcântara mit der Stadt Almada.

    Ponte 25 de Abril von Almada aus
    Ponte 25 de Abril von Almada aus
  4. LX Factory

    LX Factory
    LX Factory

    Die LX Factory (rote Nummer 4 auf der Sightseeing Map) haben wir bereits im ersten Teil unserer Lissabon-Reihe erwähnt, denn hier lässt es sich im Café The Therapist lecker vegan essen. Auf einem ehemals verlassenen Fabrikgelände direkt unter der Ponte 25 de Abril in Alcântara ist eine alternative Insel der Kreativität entstanden, die Raum für Co-Working Spaces, Agenturen, Ateliers, Cafés, Bars, Restaurants und kleine Geschäfte bietet. Zudem finden hier Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Workshops statt.

    LX Factory
    LX Factory
  5. Basílica da Estrela

    Basílica da Estrela 
    Basílica da Estrela

    Die Basílica da Estrela (rote Nummer 5 auf der Sightseeing Map), eigentlich Real Basílica e Convento do Santíssimo Coração de Jesus, ist eine Kirche und ein historisches Karmelitenkloster. Der Bau wurde 1777 aus Dankbarkeit über einen männlichen Thronfolger von Königin Maria I., der ersten Frau auf dem portugiesischen Thron, in Auftrag gegeben. Dieser hatte jedoch nicht viel davon: Die Fertigstellung erfolgte erst 1790, nachdem Prinz Joseph bereits 1788 den Pocken erlegen war.

  6. Time Out Market Lisboa

    Time Out Market Lisboa
    Time Out Market Lisboa

    Der Time Out Market Lisboa (rote Nummer 6 auf der Sightseeing Map) befindet sich im Mercado da Ribeira, einer Markthalle, die ab 1876 errichtet und 1882 eröffnet wurde. Ab Beginn der 1990er-Jahre wurde das erste Stockwerk des Gebäudes zu einem Kulturzentrum umgebaut, wo seither verschiedene musikalische Veranstaltungen statt finden

    Im Jahr 2014 wurde der Westflügel der Markthalle völlig neu gestaltet und der Time Out Market Lisboa als erster von mehreren geplanten Joint-Venture-Markthallen erhielt Einzug. In diesem finden Fast Food, Nouvelle Cuisine sowie traditionelle portugiesische Küche mit 35 Food-Ständen mit Holzbänken und -tischen für die Gäste eine neue städtische Attraktion. Die Food-Verkäufer bieten vor allem regionale Produkte an.

  7. Praça do Comércio

    Praça do Comércio
    Praça do Comércio

    Der Handelsplatz Praça do Comércio (rote Nummer 7 auf der Sightseeing Map) ist einer der wichtigsten Plätze Lissabons. Direkt am Hauptstadtfluss Tejo gelegen, ist der Platz noch immer unter seinem alten Namen Terreiro do Paço („Palastgelände“) bekannt, da sich hier bis zum verheerenden Erdbeben von 1755 das königliche Stadtschloss Paço da Ribeira („Palast am Ufer“) befand.

    In Lissabon forderte das Beben eine hohe Opferzahl. Der königliche Palast und ein Großteil der Lissabonner Unterstadt wurden durch den darauf folgenden Tsunami und ein gewaltiges Feuer zerstört. Nach dem Erdbeben erhielt das Gelände eine völlig neue Form im Rahmen der durch den Marquis von Pombal veranlassten städtischen Umgestaltung.

    Bis in die neunziger Jahre diente der Praça do Comércio als Autoparkplatz. Heute herrscht dort ein rigides Parkverbot, sodass der Platz zu einer beliebten Veranstaltungsfläche wurde.

    Praça do Comércio
    Praça do Comércio

    Praça do Comércio
    Praça do Comércio
  8. Praça Rossio

    Praça Rossio
    Praça Rossio

    Der Platz Praça Rossio (rote Nummer 8 auf der Sightseeing Map), offiziell Praça de Dom Pedro IV, ist neben dem Praça da Figueira und dem Praça do Comércio einer der drei wichtigsten innerstädtischen Plätze der portugiesischen Hauptstadt. Diese Bedeutung kam ihm jedoch frühestens etwa ab dem 13. und 14. Jahrhundert zu. Zu der Zeit erweiterte sich Lissabon weiter zum Ufer des Tejos, mehr und mehr Einwohner lebten nun um den Berg des Castelo de São Jorge. Der Name Rossio bedeutet in etwa „Feld ohne Einwohner“ im alten Portugiesisch. 

    Der Platz befindet sich im Herzen Lissabons und ist seit dem Mittelalter Hauptzentrum der Innenstadt. Er war Schauplatz zahlreicher Feiern und Revolutionen. Heute ist er vornehmlich beliebter Treffpunkt sowohl der Lissabonner Einwohner als auch der Touristen. Innerhalb Lissabons ist der Rossio ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

    Der aktuelle, offizielle Name Praça de Dom Pedro IV erinnert an den portugiesischen König Pedro IV., dem späteren brasilianischen Kaiser Pedro I., dessen Bronzestatue sich auf einer Säule in der Mitte des Platzes befindet. Das wellenartige Mosaikmuster wurde im 19. Jahrhundert auf dem Platz verlegt. Es ist typisch für Portugal und symbolisiert die Verbindung zum Meer und der Seefahrt.

    Am nördlichen Ende des Platzes befindet sich das Theater Teatro Nacional Dona Maria II. Dieses wurde 1842 bis 1846 errichtet und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 27. Geburtstag der Königin Maria II. am 13. April 1846 eröffnet. Jedoch zerstörte ein Feuer das Gebäude, bis auf seine Außenmauern, vollständig. Es wurde originalgetreu wieder aufgebaut und erst 1978 neu eröffnet.

    Wir haben auch noch einen Tipp für euch: Der 45 Meter hohe Aufzug Elevador de Santa Justa, auch Elevador do Carmo genannt, gilt als öffentliches Verkehrsmittel und ist somit im normalen Tagesticket enthalten. Von ihm aus genießt man eine schöne Aussicht über den Praça Rossio.

    Teatro Nacional Dona Maria II
    Teatro Nacional Dona Maria II
  9. Kathedrale (Sé de Lisboa)

    Kathedrale (Sé de Lisboa)
    Kathedrale (Sé de Lisboa)

    Die Kathedrale Sé de Lisboa (rote Nummer 9 auf der Sightseeing Map), auch Igreja de Santa Maria Maior, meist jedoch schlicht  genannt, ist die Hauptkirche Lissabons. Das Gebäude befindet sich an dem Standort, an dem früher eine Moschee existierte. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1147, somit gilt die Kathedrale als die älteste Kirche der Stadt.

    Im Jahr 1380 wurde die westliche Fassade im Stil der Romanik errichtet. Nachdem bereits 1344 ein Erdbeben einige Schäden angerichtet hatte, verursachte das Erdbeben von 1755 erneut Schäden, unter anderem wurde der gotische Chor zerstört. Im 18. Jahrhundert wurden die Türme mit Zinnen gekrönt, welche in der Zeit der Regierung von Salazar wieder abgebaut wurden, um kurz danach wiederhergestellt zu werden. Außerdem wurde das einem Portal ähnelnde Fenster in der Westfassade durch ein Rosettenfenster ersetzt.

  10. Panteão Nacional

    Panteão Nacional 
    Panteão Nacional

    Das Panteão Nacional (rote Nummer 10 auf der Sightseeing Map) befindet sich in der Igreja de Santa Engrácia. Die große Barockkirche des 17. Jahrhunderts, die erst im 20. Jahrhundert vollendet werden konnte, wurde nie als Gotteshaus genutzt. Das derzeitige Gebäude der Igreja de Santa Engrácia ersetzte mehrere bereits davor am gleichen Ort bestehende Kirchen, die ebenfalls nach der Märtyrerin von Braga aus dem 12. Jahrhundert, der heiligen Engrácia, benannt waren.

    Die ersten Bauarbeiten für das derzeitige Kirchengebäude begannen 1681, nachdem die vorigen teilweise eingestürzt waren. Die Leitung des Baus übernahm João Antunes, königlicher Architekt und zu der Zeit einer der bekanntesten Barockarchitekten Portugals. Die Bauarbeiten für die neue Kirche zogen sich bis 1712 hin, bis Antunes verstarb. Der damalige König João V. hatte kein Interesse an der neuen Kirche in Alfama. Er investierte die Steuermittel lieber in den gigantischen Nationalpalast von Mafra, der größten Schloss- und Klosteranlage Portugals.

    Daher blieb die Kirche bis ins 20. Jahrhundert unvollendet. So bürgerte sich die Bezeichnung Obras de Santa Engrácia, zu Deutsch „Bauarbeiten von Santa Engrácia“, als Synonym für lange, unvollendete Werke in den allgemeinen Sprachgebrauch ein. Letztendlich entschied die portugiesische Politik während des Estado Novo (Diktatur unter Salazar) die Kirche fertigzustellen. Daher wurde die Kirche, vor allem die Kuppel, bis 1966 vollendet und darauf geweiht.

    Im gleichen Jahr wurde die Kirche, nachdem sie fertiggestellt war, nach französischem Vorbild in ein nationales Pantheon umgewandelt. Daher wurden nachträglich einige Personen exhumiert, um in der Igreja de Santa Engrácia beerdigt zu werden. Begraben sind hier „Promis“ wie Staatspräsidenten, Schriftsteller sowie eine Fadosängerin und ein Fußballspieler. Zudem befinden sich hier noch einige Kenotaphen (Scheingräber) für „Helden der portugiesischen Geschichte“ wie Vasco da Gama und Heinrich den Seefahrer.

    Seit August 2003 besitzt auch das Kloster Santa Cruz in Coimbra den Status eines Panteão Nacional, da dort die ersten beiden portugiesischen Könige, Afonso Henriques und Sancho I., beerdigt sind. Daher gibt es seitdem zwei Gebäude in Portugal, die gleichrangig die Bezeichnung Panteão Nacional tragen.

  11. Fonte Luminosa

    Fonte Luminosa 
    Fonte Luminosa

    Der Monumentalbrunnen Fonte Luminosa (rote Nummer 11 auf der Sightseeing Map) wurde zwischen 1939 und 1943 im Stadtviertel Alto do Pina errichtet und bildet den östlichen Abschluss der Alameda Dom Afonso Henriques. Ausgeführt wurde der Bau von den beiden Architekten Carlos und Guilherme Rebelo de Andrade. Die zentralen Brunnenfiguren wurden von Diogo de Macedo geschaffen, die Frauenstatuen am Beckenrand von Maximiniano Alves.

    Der Name des „leuchtenden Brunnens“ leitet sich von der Lichtshow ab, die jeden Abend etwa 15 Minuten nach Sonnenuntergang stattfindet. Jeden Nachmittag und Abend gibt es auch Wassershows. Aufgrund der ständig erforderlichen Wartung und der hohen Kosten funktioniert der Brunnen jedoch nicht immer. Zwei Treppen an den Seiten des Denkmals führen herauf. Von dort kann man den Brunnen von oben sehen und hat einen schönen Ausblick über die Allee.

  12. Parque das Nações

    Parque das Nações
    Parque das Nações

    Die Stadtgemeinde Parque das Nações (rote Nummer 12 auf der Sightseeing Map) („Park der Nationen“) umfasst das ehemalige Ausstellungsgelände der Expo 98. Mit der Entscheidung für die Expo 98 und deren Thema „Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft“ begann die komplette Neubebauung des vorherigen Industriegebiets.

    Dabei setzten die politischen Instanzen auf moderne Architektur, um so einen Gegenpol zur Baixa de Lisboa, der Lissabonner Innenstadt, zu bilden und das Gebiet als ein neues Tourismusziel zu etablieren. Eine Nachnutzung wurde bereits von Anfang an für alle Gebäude angestrebt.

    Der Bahnhof Estação do Oriente, entworfen von Santiago Calatrava, stellt den Mittelpunkt des Parque das Nações dar. Die Gleise werden von einer sehr leicht wirkenden Dachkonstruktion aus Glas, die auf Baumstützen lagert, überspannt. Vom Bahnhof aus gibt es zahlreiche Zugverbindungen in nahezu alle Landesteile. Die Linha Vermelha der Metro Lissabon gewährleistet eine Verbindung in die Innenstadt.

    Estação do Oriente
    Estação do Oriente
    Glasdach des Estação do Oriente
    Glasdach des Estação do Oriente

    Ebenfalls sehenswert ist das Einkaufszentrum Vasco da Gama, welches während der Expo 98 die Funktion eines Empfangsgebäudes für die Weltausstellung besaß. Hinter dem Einkaufszentrum befindet sich der Pavilhão Atlântico, während der Expo als Pavilhão da Utopia bezeichnet, heute eine Multifunktionshalle. Großkonzerte bekannter Bands beispielsweise finden meist in dieser Halle statt.

    Einkaufszentrum Vasco da Gama
    Einkaufszentrum Vasco da Gama

    Nördlich davon befinden sich heute die Internationalen Ausstellungshallen, wo sich das neue Lissabonner Messezentrum Feira Internacional de Lisboa einrichtete. Neben der Messe bietet der 145 Meter hohe Aussichtsturm mit angeschlossenem Hotelbau Torre Vasco da Gama eine Aussicht auf den Tejo und den Parque das Nações an sich. Er ist das höchste Gebäude Portugals. 

    Zum Gelände der Weltausstellung gehören außerdem der ehemalige Pavilhão do Futuro (Zukunftspavillon), der heute das Lissabonner Casino beherbergt, und der Pavilhão do Conhecimento (Wissenspavillon), heute das Lissabonner Museum für Wissenschaft.

    Torre Vasco da Gama
    Torre Vasco da Gama

    Die Ponte Vasco da Gama wurde zwischen 1995 und 1998 ebenfalls zur Expo 98 erbaut, um die Ponte 25 de Abril sowie weitere Infrastrukturen Lissabons vom Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Sie überspannt den Tejo und verbindet den Parque das Nações per Autobahn mit den südlich gelegenen Städten Montijo und Setúbal. Benannt wurde sie nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama und soll an die 500-jährige Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 erinnern. Mit 17,185 Kilometern Länge ist sie eine der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.

    Ponte Vasco da Gama
    Ponte Vasco da Gama

    Wie bereits im zweiten Teil der Lissabon-Reihe über die Fortbewegungsmittel erwähnt, existieren hier tatsächlich Fahrradwege. So kann man das Expogelände auch mit dem Rad erkunden und während einer Tagestour die knapp 16 Kilometer entlang des Tejos bis zum Torre de Belém radeln.

    Radweg im Parque das Nações
    Radweg im Parque das Nações

Die 6 schönsten Aussichtspunkte in Lissabon

Weiter geht’s mit den Aussichtspunkten oder – wie sie auf Portugiesisch heißen – mit den Miradouros. Die gibt es in der hügeligen Stadt am Tejo haufenweise, jeder auf seine eigene Art und Weise besonders. Wir zeigen euch unsere persönlichen Favoriten und verraten euch, wie ihr dort am besten hinkommt.

  1. Miradouro de Santa Luzia

    Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia
    Azulejo beim Miradouro de Santa Luzia

    Der Miradouro de Santa Luzia (gelbe Nummer 1 auf der Sightseeing Map) bildet zusammen mit dem Miradouro das Portas do Sol unsere beiden Top-Favoriten. Sie liegen sehr dicht beieinander, weshalb die Aussicht von beiden Aussichtspunkten sehr ähnlich ist.

    Und zwar ähnlich beeindruckend: Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Altstadtviertel Alfama und die beiden Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia, weshalb die beiden Miradouros als eines der besten Fenster über Lissabon und den Tejo gelten.

    Direkt neben dem Aussichtspunkt befindet sich die namensgebende Kirche Igreja de Santa Luzia. An ihrer Fassade sind zwei Azulejos (Kachelbilder) zu sehen: Ein Bild zeigt Lissabon vor dem großen Erdbeben von 1755, das andere die Legende von Martim Moniz. Übrigens: Das Titelbild dieses Beitrags stammt vom Miradouro de Santa Luzia.

  2. Miradouro das Portas do Sol

    Blick vom Miradouro das Portas do Sol
    Blick vom Miradouro das Portas do Sol

    Vom Miradouro das Portas do Sol (gelbe Nummer 2 auf der Sightseeing Map) stammen wohl die meisten der typischen Reiseführerfotos der Lissabonner Altstadt. Was auch nicht wundert, schließlich bekommt man hier einen bezaubernden Blick über das Gassengewirr von Alfama, aus dem die Kirchen Igreja de São Vicente de Fora und Igreja de Santa Engrácia herausstechen.

    Unserer Meinung nach ein Muss für jeden Lissabonbesuch, zumal man hierher – genauso wie zum Miradouro de Santa Luzia – bequem mit der berühmten Straßenbahnlinie 28E (Station Largo das Portas do Sol) kommt. Der Miradouro das Portas do Sol liegt sogar noch etwas höher als der Miradouro de Santa Luzia.

    Blick vom Miradouro das Portas do Sol 
    Blick vom Miradouro das Portas do Sol
  3. Miradouro da Graça

    Blick vom Miradouro da Graça
    Blick vom Miradouro da Graça

    Oh ja, auch der Miradouro da Graça (gelbe Nummer 3 auf der Sightseeing Map) ist definitiv einer unserer Lieblinge, vor allem zum Sonnenuntergang. Inzwischen wurde er offiziell umbenannt in Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen. Er ist aber vor allem unter dem alten Namen bekannt.

    Miradouro da Graça
    Miradouro da Graça

    Gleich neben der Igreja da Graça gibt es ein kleines Café. Dort kann man sich hinsetzen, etwas trinken, eine Kleinigkeit essen und die fantastische Aussicht genießen. Oder man setzt sich einfach auf die Mauer und beobachtet, wie die untergehende Sonne ganz Lissabon in ein warmes Licht taucht. Um die Ecke gibt es sogar öffentliche Toiletten.

    Auch hierher führt die beliebte Straßenbahnlinie 28E: Einfach an der Station Graça aussteigen und noch etwa 300 Meter über den Largo da Graça zum Aussichtspunkt laufen.

    Blick vom Miradouro da Graça
    Blick vom Miradouro da Graça
  4. Miradouro da Nossa Senhora do Monte

    Miradouro da Nossa Senhora do Monte
    Miradouro da Nossa Senhora do Monte

    Der Miradouro da Nossa Senhora do Monte (gelbe Nummer 4 auf der Sightseeing Map) ist der höchstgelegene Aussichtspunkt Lissabons. Daher hat man hier eine beeindruckende Aussicht auf das Castelo de São Jorge, den Tejo und die Ponte 25 de Abril bis hin zur 28 Meter hohen Christusstatue Cristo Rei auf der anderen Seite des Flusses.

    Uns hat der Renault Twizy hergeführt, den wir bereits im zweiten Teil der Lissabon-Serie genauer vorgestellt haben. Aber auch hierher kommt man ebenfalls mit der Tramlinie 28E: Haltestelle Rua da Graça und circa 300 Meter der Rua da Senhora do Monte nach Westen folgen.

  5. Miradouro do Parque Eduardo VII

    Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt
    Blick vom Miradouro do Parque Eduardo VII, leider ist ein Teil von der Buchmesse Feira do Livro verdeckt

    Ebenfalls sehr bekannt ist der Ausblick vom Miradouro do Parque Eduardo VII (gelbe Nummer 5 auf der Sightseeing Map). Über den größten innerstädtischen Park Lissabons kann man in Richtung Praça Marquês de Pombal bis zum Tejo schauen. Die große Grünfläche wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als „grüne Verlängerung“ der Avenida da Liberdade eröffnet. Francisco Keil do Amaral gestaltete den Park, der sich direkt an den Praça Marquês de Pombal anschließt, mit zahlreichen symmetrisch angeordneten Hecken.

    Der ehemalige britische König und Namensgeber des Parks Eduard VII. besuchte Portugal im Jahr 1903. Um den guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Portugal ein Symbol zu geben, benannte die Stadtverwaltung den Park darauf nach dem königlichen Besucher.

    Miradouro do Parque Eduardo VII
    Miradouro do Parque Eduardo VII

    Auf der nordwestlichen Seite des Parks befindet sich der botanische Garten Estufa Fria („kaltes Gewächshaus“). Hier finden zahlreiche exotische Pflanzen, für die das Lissabonner Klima verträglich ist, ihren Platz. Teil der Anlage ist auch das verglaste Estufa Quente („heißes Gewächshaus“), in dem tropische Pflanzen zu sehen sind, die wärmere Klimabedingungen brauchen.

    Zu diesem Aussichtspunkt kommt ihr mit Sightseeingbussen, mit der blauen Metro Linha Azul (Station Parque) und mit zahlreichen Linienbussen:

    • 702, 712: Haltestelle Rua Francisco Manuel de Melo 
    • 711, 723, 744, 748, 753, 783Haltestelle Marquês de Pombal
    • 713, 742: Haltestelle Palácio Justiça 
    • 726, 746: Haltestelle Igreja de São Sebastião
  6. Miradouro de São Pedro de Alcântara

    Miradouro de São Pedro de Alcântara
    Miradouro de São Pedro de Alcântara

    Der Miradouro de São Pedro de Alcântara (gelbe Nummer 6 auf der Sightseeing Map) ist der letzte Aussichtspunkt, den wir euch vorstellen möchten. Hierbei handelt es sich um eine höher gelegene Terrasse mit Bänken und Blick über die Stadt bis zur Burg Castelo de São Jorge. Perfekt um ein leckeres Eis von Gelato Mú zu schlecken!

    Direkt daneben befindet sich die 1885 eröffnete Standseilbahn Elevador da Glória. Vorbei an Streetart überwindet diese 48 Meter Höhendifferenz auf 265 Metern (18 Prozent maximale Steigung) und verbindet somit den Miradouro de São Pedro de Alcântara mit dem Praça dos Restauradores. Übrigens: der Elevador da Glória ist im Tagesticket der öffentlichen Verkehrssmittel enthalten!

    Zum Praça dos Restauradores fahren die Buslinien 207, 709 und 711 und die blaue Metro Linha Azul. Von dort kann man dann den steilen Aufstieg entweder mit dem Elevador da Glória oder zu Fuß zurücklegen. Wer darauf keine Lust hat, kommt auch mit den Bussen 202 und 758 (Haltestelle São Pedro de Alcântara) zur Aussichtsplattform.

 

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