Lanzarote: Kunstvolle Vulkaninsel

Durch eine nur knapp 12 Kilometer breite Meerenge von Fuerteventura getrennt, befindet sich die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln: Lanzarote. Als Heimat des Künstlers und Umweltschützers César Manrique wurde ihre Gestaltung entscheidend durch diesen geprägt. Die Entstehung der Insel vulkanischen Ursprungs reicht rund 36 Millionen Jahre zurück. Im Jahr 1993 wurde sie als erste vollständige Insel von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.


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Wissenswertes über Lanzarote

Promenade in der Hauptstadt Arrecife
Promenade in der Hauptstadt Arrecife

Auf der circa 58 Kilometer mal 34 Kilometer großen Insel leben über 140.000 Menschen. Der Flughafen der Hauptstadt Arrecife stellt die Hauptverkehrsanbindung dar. Die insgesamt 213 Kilometer lange Küste ist zum Großteil Felsküste mit 10 Kilometern Sand- und 16,5 Kilometern Kiesstrand. Etwa 140 Kilometer trennen Lanzarote von der marokkanischen Küste und rund 1000 Kilometer vom spanischen Festland.

Alles auf einen Blick

Hier bekommt ihr einen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten und vegan/vegetarische Restaurants auf Lanzarote:

Sehenswürdigkeiten

César Manrique

César Manrique Cabrera war ein spanischer Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer, der von 1919 bis 1992 auf Lanzarote lebte und entscheidend zur Gestaltung der Kanareninsel beitrug. Im Jahr 1968 erwirkte er beim befreundeten Präsidenten der Inselverwaltung Pepin Ramírez, dass kein Gebäude auf der Insel höher als drei Stockwerke – der Höhe einer ausgewachsenen Palme – gebaut werden durfte. Auch wenn diese Reglung später wieder etwas aufgeweicht wurde, hat diese Lanzarote von der Verwandlung in eine Bettenburg für Massentourismus größtenteils bewahrt.

Besonders hervorzuheben sind die folgenden Sehenswürdigkeiten, an deren Gestaltungen César Manrique maßgeblich beteiligt war:
Jameos del Agua
Die Krabbe Munidopsis polymorpha: das Wahrzeichen der Jameos del Agua
Die Krabbe Munidopsis polymorpha: das Wahrzeichen der Jameos del Agua

Jameos del Agua ist das erste von César Manrique gegründete Zentrum für Kunst, Kultur und Tourismus und für viele das Paradigma seiner ästhetischen Ideologie: die Harmonie zwischen Natur und künstlerischem Schaffen. Das Wort Jameo stammt von den Ureinwohnern und bezieht sich auf ein Loch, das infolge des Zusammenbruchs des Daches einer Vulkanröhre entsteht.

Die Jameos del Agua befinden sich wie die Cueva de los Verdes innerhalb des Vulkantunnels, der durch den Ausbruch des Volcán de la Corona erzeugt wurde. Der Tunnel hat eine bekannte Länge von 7 Kilometern, von denen mindestens 1,5 Kilometer unter der Meeresoberfläche verlaufen. Die Jameos del Agua befinden sich in dem der Küste nächstgelegenen Abschnitt dieses Tunnels. Es besteht aus mindestens drei Jameos oder Öffnungen: Jameo Chico, wo der Zugang zum Innenraum erfolgt, Jameo Grande und Jameo de la Cazuela.

Es handelt sich um eine räumliche Intervention, die der Lanzarote-Künstler César Manrique aus diesen natürlichen Jameos geschaffen hat, und soll dem Besucher einen Raum für die Betrachtung der Natur zeigen, der kaum vom Menschen eingegriffen wird.

Die Jameos del Agua sind aus ökologischer Sicht sehr wichtig, da es eine einzigartige und endemische Krabbenart gibt, die Munidopsis polymorpha: eine nur 1 Zentimeter lange, blinde Albino-Krabbe. Diese Krabben reagieren sehr empfindlich auf Änderungen in der Meerwasser-Lagune und werden durch Lärm und Licht beeinträchtigt. Sie sind ebenfalls sehr empfindlich gegen Rost, der sie töten kann. Daher ist es verboten, Münzen ins Wasser zu werfen.

Insidertipp: Ab 15 Uhr ist der Eintritt um 20 Prozent günstiger!

Jameos del Agua

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-18:30, Mi & Sa bis 00:30
Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 4,75 Euro
Adresse: Carretera Arrieta-Órzola S/N, 35542, Las Palmas

Fundación César Manrique
Eingang zur Fundación César Manrique
Eingang zur Fundación César Manrique

Die Stiftung César Manrique ist eine von Manrique selbst gegründete private Kulturinstitution, welche am 27. März 1992, sechs Monate vor dem Tod des Künstlers, eingeweiht wurde. Ihr Ziel ist es, Manriques Arbeiten zu schützen und zu verbreiten. Sie befindet sich in dem in ein Museum umgewandeltes ehemalige Wohnhaus des Gründers selbst.

Manrique entwarf dieses nach seiner Rückkehr aus New York, als er beschloss, sich definitiv auf Lanzarote niederzulassen. Das Gebäude wurde auf einem Lavastrom, der durch die großen Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 entstand, erbaut. Der Stil ist von der traditionellen Inselarchitektur inspiriert. Zusätzlich zu dem auf der Oberfläche gebauten Wohnraum befinden sich Räume in fünf natürlichen Vulkanblasen, die durch in die Lava gehauene Tunnel verbunden sind. César Manrique lebte hier 20 Jahre: von 1968 bis 1988.

Fundación César Manrique

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-18:00
Eintritt: Erwachsene 8 Euro | Kinder bis 12 Jahre 1 Euro
Adresse: Calle Jorge Luis Borges 16, 35507 Tahiche, Las Palmas

Mirador del Río

Beim Mirador del Río handelt es sich um einen etwa 475 Meter hohen Aussichtspunkt im Norden der Insel, der ebenfalls von César Manrique gestaltet wurde. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung (1974) galt er als eines der bedeutendsten modernen Bauwerke der Welt.

Im typischen Manrique-Stil ist er in den Felsen integriert und besteht aus einer über dem Abgrund befindlichen Brüstung, einem Café mit großflächigen Panoramascheiben, einem Souvenirgeschäft sowie einer Aussichtsplattform. Auf rechte Winkel wurde dabei komplett verzichtet: alle Räume sind rund, auch der Parkplatz, die Aussichtsplattform und die Treppen.

Den Namen gab die Meerenge Río (spanisch „Fluss“), auf die man von dem Aussichtspunkt – bei entsprechendem Wetter – einen Blick bis über die Inseln La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara und dem Felsen Roque del Este hat.

Mirador del Río

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-17:45
Eintritt: Erwachsene 4,75 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 2,40 Euro
Adresse: Carretera de Yé S/N, 35541 Lanzarote, Las Palmas

Blick auf Lanzarotes nördliche Nachbarinsel: La Graciosa
Blick auf Lanzarotes nördliche Nachbarinsel: La Graciosa
Jardín de Cactus

Der Kakteengarten Jardín de Cactus war die letzte Interventionsarbeit, die César Manrique auf Lanzarote durchgeführt hat. Hier finden sich Kakteengewächse aus aller Welt: rund 4500 Exemplare, 450 verschiedenen Arten aus 13 verschiedenen Kaktusfamilien von fünf Kontinenten.

Jardín de Cáctus

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-17:45
Eintritt: Erwachsene 5,80 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 2,90 Euro
Adresse: Avenida Garafía, 35544 Guatiza, Las Palmas

Natur

Panorama von Lanzarote
Panorama von Lanzarote
Cueva de los Verdes

Die Höhle Cueva de los Verdes entstand während eines Vulkanausbruches des Montaña Corona vor etwa 3000 bis 4500 Jahren. Dabei floss ein großer Lavastrom vom Vulkan Corona nach Osten in Richtung Meer. Die schnellere Abkühlung der Lava an der Oberfläche sorgte für eine Röhrenbildung, durch die die Lava weiter floss, bis sie nach dem Versiegen eine etwa sieben Kilometer lange Höhle hinterließ. Die Höhlendecke brach an etwa 20 Stellen ein. An den Bruchstellen bildeten sich bis zu 20 Meter tiefe Schächte, die so genannten Jameos.

Die Cueva de los Verdes ist nur ein Teil des insgesamt 7 Kilometer langen Höhlensystems, das einen der längsten Lavatunnel der Erde bildet. Er beginnt am Montaña Corona und endet an der Küste unterhalb der Wasseroberfläche in etwa 50 Metern Tiefe. Große Teile sind noch unerforscht, weniger als 50 Prozent sind zugänglich. In früheren Jahrhunderten suchten hier die Lanzaroteños Schutz vor Piraten. Seit 1964 ist die Höhle teilweise für Touristen zugänglich.

Während des Rundgangs gelangt man in eine naturbelassene große Halle, in der sich eine künstliche Bühne befindet. Zwar ist die Akustik in diesem 300 Personen Platz bietenden Konzertsaal sehr gut, doch wird hier nur noch selten ein Konzert gegeben, da eine Infrastruktur mit beispielsweise einer Bar, einem Restaurant und Toiletten fehlt. Schon im 16. Jahrhundert wurde beschrieben, dass die Hallen der Höhle den Eindruck vermitteln, eine Kathedrale der Natur zu sein.

Zur Benennung „de Los Verdes“ finden sich unterschiedliche Angaben. Sie geht aber entweder auf den Namen der Entdecker oder der ehemalige Bewohner zurück. Mit der Übersetzung „grün“ des spanischen Wortes „verde“ hat der Name also nur bedingt etwas zu tun.

Insidertipp: Ab 15 Uhr ist der Eintritt um 20 Prozent günstiger!

Cueva de Los Verdes

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-17:00
Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 4,75 Euro
Adresse: 35542 Arrieta, Provinz Las Palmas

Timanfaya-Nationalpark

Der Parque Nacional de Timanfaya wurde 1974 zum achten Nationalpark in Spanien erklärt. Er wird auch als Montañas del Fuego („Feuerberge“) bezeichnet und geht auf starke Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 im Süden Lanzarotes zurück. Besucher können in Sonderfahrzeugen die Vulkanroute entlang fahren. Inmitten der Mondlandschaft in Ockertönen befindet sich am Aussichtspunkt Islote de Hilario das Restaurant El Diablo, welches von César Manrique geschaffen wurde. Der Clou: Die Speisen werden mit der Wärme des Vulkans zubereitet.

Denn nur 10 Meter unter der Oberfläche kocht die Erde bei einer Temperatur von fast 300 Grad. Diese geothermische Besonderheit wird durch eine Magmakammer in nur 4 bis 5 Kilometer Tiefe verursacht. Welche ungeheure Kraft dahinter steckt, wird gerne demonstriert: Wird ein wenig Wasser in eine Bodenöffnung gegossen, wird es in sekundenschnelle derartig erhitzt, dass es als Fontäne noch oben schießt.

Insidertipp: Ab 15 Uhr ist der Eintritt um 20 Prozent günstiger!

Montañas del Fuego

Öffnungszeiten: Mo-So 09:00–17:45 (letzter Besuch der Vulkanroute: 17:00), im Sommer (15. Juli bis 15. September) bis 18:45
Eintritt: Erwachsene 10,00 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 5,00 Euro
Adresse: LZ-67, 35570, Las Palmas

Insidertipp: Centro de Visitantes e Interpretación de Mancha Blanca

Besucherzentrum Centro de Visitantes e Interpretación de Mancha Blanca im Timanfaya Nationalpark
Besucherzentrum Centro de Visitantes e Interpretación de Mancha Blanca im Timanfaya Nationalpark

Der Eintritt zum Besucherzentrum des Timanfaya Nationalparks ist kostenlos. Hier findet man viele Infos zur Entstehung der Kanaren, erfährt viel über die Funktionsweise von Vulkanen und kann sogar an einer audiovisuellen Simulation eines Vulkanausbruches teilnehmen. Unbedingt empfehlenswert!

Centro de Visitantes e Interpretación de Mancha Blanca

Öffnungszeiten: Mo-So 10:00-16:00
Eintritt: kostenlos
Adresse: Lugar Tinguatón, 35560 Tinajo, Las Palmas

Vulkankrater und Lagune bei El Golfo
Vulkankrater und Lagune bei El Golfo
Vulkankrater und Lagune bei El Golfo

Südlich des gerade einmal 712 Einwohner großen Küstenort El Golfo befindet sich ein teilweise im Meer versunkener Krater des Vulkans Montaña de Golfo, in dem sich eine auffällig grüne Lagune gebildet hat. Die markante Farbe der Lagune entsteht durch einzellige Algen, die sich dem hohen Salzgehalt des Sees angepasst haben.

Durch unterirdische Verbindungen zum Meer strömt Meerwasser in die Lagune nach und sorgt für ständigen Ausgleich. Dieses Gleichgewicht der Natur ist seit einigen Jahren aus unbekannten Gründen gestört. Die inzwischen abgesperrte grüne Lagune verdunstet immer mehr und besitzt heute nur noch einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe.

Der Kratersee wird Lago Verde („grüner See“), Charco Verde („grüner Teich“) oder auch Charco de los Clicos genannt. Letzterer Name stammt von einer Art von Meeresbewohnern, den Clicos, die früher gehäuft an diesem Ort vorkamen.

Vulkankrater und Lagune bei El Golfo

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35570 El Golfo, Las Palmas

Los Hervideros
Los Hervideros
Los Hervideros

Nicht weit von El Golfo entfernt, finden sich Los Hervideros: durch Erosion entstandene Lavahöhlen und einzigartige Felsformationen. Sie entstanden durch das Aufeinandertreffen von glühender Lava des Lavaflusses aus dem Nationalpark Timanfaya und dem Meer. Das Naturschauspiel der tosenden, schäumenden und hochschlagenden Wellen lässt sich von schmalen Felswegen und ausgebauten Balkonen beobachten.

Los Hervideros

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35570 Yaiza, Las Palmas

Felsformation bei Los Hervideros
Felsformation bei Los Hervideros
Salinas de Janubio
Blick auf die Salinas de Janubio
Blick auf die Salinas de Janubio

Die Salzfelder der Janubio-Salinen lassen sich gut von diversen Aussichtspunkten von der Landstraße aus überblicken. Sie bilden die größte Salzgewinnungsanlage der Kanaren. Die Salzbecken zeigen sich, je nach Sonnenstand, in unterschiedlichen Farben, die von salzliebenden Mikroorganismen, den so genannten Halophilen, erzeugt werden. Des Weiteren sind Salzhügel, historische Windmühlen, teils verfallene Gebäude und Mauerwerk erkennbar.

Salinas de Janubio

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35570 Yaiza, Las Palmas

Weinanbau in La Geria

Während der Fahrt kreuz und quer über Lanzarote werdet ihr immer wieder halbkreisförmige Mauern aus Lavastein sehen, vor allem in La Geria. Das Naturschutzgebiet bildet nämlich das größte Weinanbaugebiet der Kanarischen Inseln. Durch den Niedergang von Vulkanasche der schweren Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 bis 1736 entstand hier ein Gebiet mit Lapillischichten von 1 bis 2,5 Metern Dicke. Lapilli (Latein: „Steinchen“) sind 2 bis 64 Millimeter große Gesteinsfragmente, die bei einem explosiven Vulkanausbruch gefördert werden.

Wohl zunächst aus der Not heraus entwickelte sich eine erfolgreiche, besondere Art von Trockenfeldbau. Um wieder an fruchtbaren Boden zu gelangen, wurden trichterförmige Vertiefungen in die Lapillischicht gegraben und an ihren Grund jeweils eine einzelne Pflanze gesetzt.

Weinanbaugebiet La Geria

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35570 La Geria, Las Palmas

Tal der Tausend Palmen

Inmitten des Tal der Tausend Palmen befindet sich die Stadt Haría. Einer Sage nach wuchs jedes Mal eine neue Palme, wenn in Haría ein Mädchen geboren wurde.

Tal der Tausend Palmen

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35520 Haría, Las Palmas

Strände

Playa Dorada
Küstenpromenade in Playa Blanca
Küstenpromenade in Playa Blanca

Playa Blanca („weißer Strand“) ist der Touri-Ort auf Lanzarote schlechthin. Das Touristenzentrum liegt im Süden der Insel, genau gegenüber von Corralejo im Norden der Nachbarinsel Fuerteventura. Vom Hafen aus gibt es täglich Fährverbindungen, die nach Corralejo etwa eine halbe Stunde brauchen. Playa Blanca verfügt über eine Küstenpromenade mit zahlreichen Restaurants, Bars und Geschäften, die unter anderem auch durch den Yachthafen Marina Rubicon verläuft.

Der Strand Playa Dorada („Goldstrand“) befindet sich direkt an der Küstenpromenade und bietet feinen Sand und kristallklares Wasser – fast schon paradiesisch!

Playa Dorada

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35580 Yaiza, Las Palmas

Strand Playa Dorada
Strand Playa Dorada
Papagayo-Strände

Nordöstlich von Playa Blanca findet man an der Costa de Papagayo die Papagayo-Strände, bestehend aus den folgenden kleinen Buchten:

    • Playa El Papagayo
    • Playa Puerto Muelas
    • Playa Caleta del Congrio
    • Playa de la Cera (Cerita)
    • Playa de la Cruz o del Pozo
    • Playa Mujeres
    • Playa Caletón de San Marcial

Man erreicht sie entweder zu Fuß, per Bootstaxi von Playa Blanca aus oder per Auto über sandige Pisten. Seit 1998 steht zu Beginn dieser Pisten ein Kassenhäuschen mit Schranke, an der man pro Auto eine Parkgebühr entrichten muss. Wo man vorher quer durchs Gelände fahren konnte, ist jetzt jede Piste aus Umweltschutzgründen durch große Felsbrocken begrenzt. Von den Stränden aus kann man zu den Nachbarinseln Fuerteventura und Lobos sehen. Oberhalb, auf den Lavaklippen zwischen den Stränden Playa Pozo und Playa de Papagayo, befindet sich ein Strand-Restaurant.

Papagayo-Strände

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: prinzipiell kostenlos, für Autos fällt jedoch eine Parkgebühr von 3 Euro an
Adresse: 35580 Yaiza, Las Palmas

Insidertipp: Playa de Caletón Blanco

Abschließend noch ein echter Insidertipp von uns: die Bucht Caletón Blanco an der östlichen Küste des Fischerdorfs Orzola. Hier ist der Sandstrand weiß und rein wie kein anderer auf Lanzarote. Ein Naturschwimmbad mit glasklarem Wasser bedeckt den größten Teil der Landschaft aus Meer und Vulkanstein. Das prägende schwarze Lavagestein, der türkisfarbene Atlantik und der weißen Sand sorgen für ein schönes Farbspiel.

Playa de Caletón Blanco

Öffnungszeiten: rund um die Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: 35541 Haría, Las Palmas

Burgen

Castillo de Santa Barbara
Castillo de Santa Bárbara auf dem Kraterrand des Vulkans Guanapay
Castillo de Santa Bárbara auf dem Kraterrand des Vulkans Guanapay

Das Castillo de Santa Bárbara befindet sich 135 Meter über der Stadt Teguise auf dem Kraterrand des Vulkans Guanapay. Es gleicht einer Ritterburg, besitzt eine Zugbrücke und kleine Rundtürme. Nach einer zweijährigem Renovierung befindet sich in der Burg seit 1991 ein Emigrantenmuseum (Museo del Emigrante Canario), das nach Unterlagen der Gemeindearchive und ehemaliger Auswanderer eingerichtet wurde. Im Jahr 2010 wurde es durch ein Piratenmuseum ergänzt. Außerdem bietet sich von hier eine großartige Aussicht über Lanzarote.

Castillo de Santa Bárbara

Öffnungszeiten: So-Fr 10:00-15:30
Eintritt: Erwachsene 3 Euro | Kinder bis 12 Jahre kostenlos
Adresse: 35530 Teguise, Las Palmas

Aussicht vom Castillo de Santa Bárbara
Aussicht vom Castillo de Santa Bárbara
Castillo de San Gabriel
Castillo de San Gabriel auf der Islote de los Ingleses
Castillo de San Gabriel auf der Islote de los Ingleses

Die Festung Castillo de San Gabriel befindet sich auf einer kleinen Insel namens Islote de los Ingleses („Inselchen der Engländer“), die über zwei Dämme erreichbar ist: einen für den motorisierten Verkehr und einen nur für Fußgänger. Zu Fuß passiert man die Puente de las Bolas („Kugelbrücke“), eine kleine Zugbrücke mit zwei Kanonenkugeln auf ihren Säulen.

Ursprünglich als Holzfestung erbaut, war sie für Verteidigungszwecke völlig unzureichend und wurde schließlich von Berberpiraten niedergebrannt. Im 16. Jahrhundert wurde sie durch eine Steinburg ersetzt, die schließlich eine wichtige Rolle beim Schutz des Hafens und der Stadt spielte. Die Festung wurde 1972 zum Nationaldenkmal erklärt und beherbergt ein kleines ethnographisches Museum. Die Aussicht von hier auf die Stadt und den Atlantik ist großartig.

Castillo de San Gabriel

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-17:00, Sa 10:00-14:00
Eintritt: Erwachsene 3 Euro | Stundenten kostenlos
Adresse: 35500 Arrecife, Las Palmas

Castillo de San José
Hafen in Arrecife
Hafen in Arrecife

Das Castillo de San José ist eine historische Festung in Arrecife, in der sich seit 1976 das Internationale Museum für zeitgenössische Kunst (spanisch: Museo Internacional de Arte Contemporáneo, kurz: MIAC) befindet.

Die Festung wurde zwischen 1776 und 1779 im Auftrag von König Karl III. erbaut und diente als Verteidigungsanlage für Piratenangriffe sowie als öffentliches Bauprojekt, um in Zeiten von Hunger und Armut auf der Insel dringend benötigte Arbeitsplätze zu schaffen. So wurde es allgemein als die „Festung des Hungers“ (Fortaleza del hambre) bekannt.

Auf einer Klippe oberhalb des Hafens von Naos gelegen, hat das D-förmige Fort halbkreisförmige Wände, die auf das Meer gerichtet sind. Auf der Landseite ist die Rückwand durch zwei kleine Türmchen geschützt, wobei ein Wassergraben von einer anhebenden Zugbrücke zum Haupttor überquert wird. Die Festung besteht aus Mauerwerk und Quadern vulkanischen Ursprungs. Der Innenraum, der aus Tonnengewölberäumen besteht, wurde hauptsächlich als Pulverspeicher genutzt.

Nachdem ihr Verteidigungszweck an Bedeutung verloren hatte, wurde sie fast ein Jahrhundert lang aufgegeben. Wieder einmal war es der einheimische Künstler César Manrique, der die Behörden der Insel von der Notwendigkeit überzeugte, die alte Festung in eine Kunstgalerie umzuwandeln.

Castillo de San José

Öffnungszeiten: So-Do 10:00-20:00, Fr & Sa 10:00-01:00
Eintritt: Erwachsene 4 Euro | Kinder von 7 bis 12 Jahren 2 Euro
Adresse: Carretera los Castillos, 35500 Arrecife, Las Palmas

Sammel-Eintrittspreise

"Bono"-Preise
„Bono“-Preise

Wie ihr bereits lesen konntet, ist der Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote recht kostspielig. Daher gibt es Paketpreise, die sich lohnen, wenn ihr vor habt, mehrere Tourismusattraktionen zu besuchen. Diese sogenannten „Bono“ gibt es für 3, 4 oder 6 Attraktionen, bei denen ihr jedoch teilweise nur aus vorgeschriebenen Möglichkeiten wählen könnt.

Bono 3 Centros

Erwachsene: 21 Euro | Kinder: 10,50 Euro

Beinhaltet Eintritt für 2 von diesen 3:
  • Jameos del Agua
  • Montañas del Fuego
  • Cueva de los Verdes
Plus 1 davon:
  • Mirador del Río
  • Jardín de Cáctus

Bono 4 Centros

Erwachsene: 28 Euro | Kinder: 14 Euro

Beinhaltet Eintritt für:
  • Cueva de los Verdes
  • Jameos del Agua
  • Montañas de Fuego
Plus 1 davon:
  • Mirador del Río
  • Jardín de Cáctus

Bono 6 Centros

Erwachsene: 33 Euro | Kinder: 16,50 Euro

Beinhaltet Eintritt für:
  • Cueva de los Verdes
  • MIAC – Castillo de San José
  • Jardín de Cactus
  • Jameos del Agua
  • Mirador del Río
  • Montañas de Fuego

Vegan auf Lanzarote

Vegan auf Lanzarote
Vegan auf Lanzarote

Auf Lanzarote gibt es 27 vegan-freundliche Restaurants, wie sich auf HappyCow sehen lässt. Davon sind 6 rein vegan oder vegetarisch. Da man vegane Optionen fast überall findet, haben wir auf der Karte oben nur die hinzugefügt, die kein Fleisch/Fisch anbieten. Wir selbst sind auf Lanzarote nicht essen gegangen, können also leider keine persönliche Erfahrungen berichten.

Unsere Unterkunft

Casa Salinas Playa auf Lanzarote
Casa Salinas Playa auf Lanzarote

Auf Lanzarote haben wir einmal übernachtet: Im Casa Salinas Playa in Orzola. Die Unterkunft befindet sich in direkter Nähe beim Traumstrand Caletón Blanco, bietet eine große Gemeinschaftsküche und ist insgesamt sehr empfehlungswert. Wir haben für eine Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad 30 Euro bezahlt.

Casa Salinas Playa

Check-in: 14:00 bis 21:00 Uhr | Check-out: bis 12:00 Uhr
Adresse: Calle la Cruz, 4, 35520 Orzola, Las Palmas

Ausflug nach Fuerteventura

Parque Natural de Corralejo auf Fuerteventura
Parque Natural de Corralejo auf Fuerteventura

Abschließend möchten wir euch noch einen Tages- oder mehrtägigen Ausflug nach Fuerteventura ans Herz legen. Von Playa Blanca fahrt ihr wie schon erwähnt nur eine halbe Stunde mit der Fähre zum Hafen von Corralejo auf der Nachbarinsel. Hier findet ihr nicht nur eine breite Auswahl an leckerem veganen Essen, sondern auch den unter Naturschutz stehenden Parque Natural de Corralejo mit großen Wanderdünen. Alle Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte und veganen Spots auf Fuerteventura findet ihr in diesem Artikel sowie in unserem Fuerteventura-Video.

Blick von Playa Blanca auf Fuerteventura
Blick von Playa Blanca auf Fuerteventura

Lanzarote bietet definitiv wunderschöne Strände und lehrt einem, wenn man möchte, so einiges an Vulkankunde. Aber das ist noch lange nicht alles: Auch wenn die Eintritte recht teuer sind, hat sich hier auf der kleinen Kanareninsel immerhin niemand Geringeres als César Manrique persönlich verewigt. Wenn ihr alles sehen möchtet, nutzt am besten die Bono-Eintrittspakete. Ach ja: Möchtet ihr euch auf der Insel flexibel bewegen können, ist es sinnvoll, einen Mietwagen zu buchen.

 

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