Costa Blanca: Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

5
(10)

Die Costa Blanca gehört zu den beliebtesten Reisezielen Spaniens. Kein Wunder, schließlich bietet die Küste der spanischen Provinz Alicante eine Menge traumhafter Bade- und Urlaubsorte sowie Sehenswürdigkeiten. Dank des milden Mittelmeerklimas und mehr als 300 Sonnentagen im Jahr kann man fast ganzjährig im Meer baden. Außerdem verfügt die Costa Blanca über 78 Strände und Buchten, von denen 54 mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden. Wir zeigen euch die 11 schönsten Ausflüge, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Wie wäre es mit einem Abstecher ins nahe gelegene Valencia?

Valencia: Top-Sehenswürdigkeiten in 1-3 Tagen [+Karte]

Die 11 schönsten Ausflüge an der Costa Blanca

Weiße Häuser, tiefblaues Meer, strahlende Sonne – die Costa Blanca ist weit mehr als nur eine Küstenregion. Sie ist ein Gefühl. Ein Ort, an dem Zitronenbäume duften, alte Burgen Geschichten erzählen und verschlafene Dörfer plötzlich mit farbenfrohen Hausfassaden überraschen. Hier trifft maurisches Erbe auf modernes Küstenleben, traditionelle Tapasbars auf schicke Strandclubs, spektakuläre Aussichtspunkte auf stille Pinienwälder.

Der Name Costa Blanca, auf Spanisch und Valencianisch „weiße Küste“, kommt übrigens nicht von ungefähr: Er spielt einerseits auf die vielen weiß getünchten Häuser mit ihren hellen Fassaden und blauen Fensterläden an – typisch für die Region und perfekt dafür gemacht, das intensive Sonnenlicht zu reflektieren. Andererseits verdankt die Küste ihren Namen auch den hellen Sandstränden, die im Licht der Morgensonne beinahe leuchten. Der Kontrast zwischen azurblauem Meer und heller Küste ist so charakteristisch, dass er sich sogar in der blau-weißen Flagge der Provinz Alicante widerspiegelt.

Die blau-weißen Kuppeln der Kirche La Mare de Déu del Consol in Altea sind eines der vielen Wahrzeichen der Costa Blanca
Die blau-weißen Kuppeln der Kirche La Mare de Déu del Consol in Altea sind eines der vielen Wahrzeichen der Costa Blanca

Weniger bekannt, aber ebenfalls gebräuchlich sind alternative Bezeichnungen wie „Bucht von Alicante“ oder „Golf von Alicante“, die sich vor allem auf den südlichen Küstenabschnitt beziehen. Egal wie man sie nennt – die Costa Blanca ist ein echtes Highlight für alle, die Lust auf mediterrane Vielfalt haben.

Ob du auf der Suche nach Kultur, Natur, Geschichte oder einfach nur einem perfekten Ort für einen Café con leche mit Aussicht bist – an der Costa Blanca findest du all das auf engem Raum. Zwischen Dénia im Norden und Elche im Süden reihen sich Ausflugsziele aneinander wie Perlen an einer Kette. Manche davon weltbekannt, andere kleine, versteckte Geheimtipps – aber alle auf ihre Weise besonders.

Hier kommen meine 11 liebsten Ausflüge an der Costa Blanca – von charmanten Küstenorten über spektakuläre Natur bis zu historischen Highlights. Perfekt für einen Roadtrip, spontane Tagestrips oder einfach, um dich inspirieren zu lassen.

Karte der Costa Blanca

Doch bevor es losgeht, siehst du auf dieser Karte alle Ziele auf einen Blick:


Karte der schönsten Ausflüge an der Costa Blanca


Elche: Zwischen Palmenhainen, UNESCO-Kultur und orientalischem Flair

Palacio de Altamira in Elche
Palacio de Altamira in Elche

Elche, auf Valencianisch Elx geschrieben, liegt nur etwa 20 Kilometer südwestlich von Alicante. Die Stadt zählt heute über 200.000 Einwohner, ihre Geschichte reicht jedoch bis ca. 600 v. Chr. zurück, als sie von den Iberern gegründet wurde. Es waren allerdings die Mauren, die sie im 8. Jahrhundert eroberten und ihr den heutigen Namen gaben. All dies und noch viel mehr erfährt man im am 18. Mai 2006 eingeweihten Museo Arqueológico y de Historia de Elche (kurz: MAHE). Der Großteil der Ausstellungen befindet sich in der Festungsanlage des Palacio de Altamira aus dem 15. Jahrhundert.

Das eigentliche Herzstück von Elche aber ist El Palmeral – ein Palmenhain, der seinesgleichen sucht. Mehr als 200.000 Dattelpalmen wachsen hier, teils über 300 Jahre alt, in einem ausgeklügelten System von Bewässerungskanälen, das noch auf die Mauren zurückgeht. Der Palmenhain ist nicht nur das grüne Symbol der Stadt, sondern auch UNESCO-Weltkulturerbe und der größte Palmengarten Europas. Ein Spaziergang durch die gepflegten Alleen und schattigen Wege wirkt fast schon tropisch – vor allem, wenn sich die Palmen im warmen Wind wiegen und man das Gefühl hat, irgendwo zwischen Orient und Mittelmeer gelandet zu sein.

El Palmeral: mit mehr als 200.000 Palmen der größte Palmengarten Europas
El Palmeral: mit mehr als 200.000 Palmen der größte Palmengarten Europas

Doch Elche hat noch mehr zu bieten: Jedes Jahr im August (am 14. und 15.) finden hier die berühmten Mysterienspiele von Elche statt – ein mittelalterliches Theaterstück über die Himmelfahrt Marias, das komplett in der Barockkirche Basílica de Santa María aufgeführt wird. Gesungen wird auf Altvalencianisch, begleitet von Orgelmusik und Bühnenmechanik aus dem 17. Jahrhundert – ein echtes kulturelles Erlebnis, das 2001 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Selbst außerhalb der Festtage lohnt ein Besuch der Basilika, die mit ihrer strahlend weißen Fassade und der blauen Kuppel ein Paradebeispiel des spanischen Barocks ist.

Museo Arqueológico y de Historia de Elche (MAHE)

Öffnungszeiten: Mo–Sa 10:00–18:00 Uhr, So 10:00–15:00 Uhr
Eintritt: 3 Euro, reduziert 1 Euro bis 1,50 Euro, sonntags kostenlos
Adresse: Calle Diagonal del Palau 7, 03202 Elche

El Palmeral (größter Palmenhain Europas, UNESCO)

Öffnungszeiten: Park: November bis März: Mo–So 07:00–21:00 Uhr, April bis Oktober: Mo–So 07:00–23:00 Uhr, August: Mo–So 07:00–23:45 Uhr; Museum: Di–Sa 10:00–14:00 & 15:00–18:00 Uhr, So Di–Sa 10:00–14:00 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt: Park: kostenlos; Museum: 1 Euro, reduziert 0,50 Euro, sonntags kostenlos
Adresse: Passeig de l’Estació, 03202 Elche


Die Route der 7 Burgen: Zeitreise durch das maurische Hinterland

Im Hinterland der Costa Blanca liegen gleich sieben märchenhafte Burgen versteckt, die sich perfekt auf einer Route verbinden lassen:

  1. Castillo de la Mola
  2. Castillo de Petrer
  3. Castillo de Sax
  4. Castillo de la Atalaya
  5. Castillo de Biar
  6. Castillo de Castalla
  7. Castillo de Banyeres de Mariola

Wir haben darüber einen ganzen Artikel geschrieben, daher hier nur die Kurzfassung. Wenn es euch genauer interessiert:

Route der 7 Burgen: Geheimtipp im Hinterland der Costa Blanca

Wir beginnen in Novelda beim Castillo de la Mola, welches im 12. Jahrhundert auf einer alten römischen Festung erbaut wurde. Noch etwas beeindruckender ist allerdings das angrenzende Santuario de Santa María Magdalena. Inspiriert vom modernistischen Stil Antonio Gaudís hat es nicht nur aufgrund der beiden 25 Meter hohen Türme eine entfernte Ähnlichkeit mit der Sagrada Familia in Barcelona und gilt als einzigartiges und herausragendes Werk der valencianischen Moderne.

Das Santuario de Santa María Magdalena in Novelda erinnert ein bisschen an die Sagrada Familia
Das Santuario de Santa María Magdalena in Novelda erinnert ein bisschen an die Sagrada Familia

Weiter geht’s mit dem vergleichsweise ebenfalls eher schlichten Castillo de Petrer aus der muslimischen Ära Spaniens. Richtig spektakulär dagegen ist das nicht einmal 10 Kilometer weiter nördlich auf einer mehr als 500 Meter hohen Klippe liegende Castillo de Sax. Jeden Sonntag um 10:30 Uhr kann die Burg im Rahmen einer kostenlosen Führung besichtigt werden, diese muss man allerdings vorab online reservieren. Allein schon als Aussichtspunkt sollte auch das Castillo de la Atalaya in Villena besucht werden.

Castillo de la Atalaya über Villena
Castillo de la Atalaya über Villena

Wieder knapp 10 Kilometer entfernt erwartet uns auch schon die nächste Festung: Das Castillo de Biar aus dem 12. Jahrhundert war Teil der im Jahr 1179 festgelegten Grenze zwischen den Königreichen Kastilien und Aragonien, bis Jakob I. im Jahr 1245 die Burg für Aragonien eroberte. Auch das Castillo de Castalla ist islamischen Ursprungs. Zwar stammt die Burg an sich aus dem 11. Jahrhundert, der heutige Bau ist aber aus dem späten Mittelalter und teilweise aus dem Beginn der Neuzeit. Den Abschluss unserer kleinen Burgentour bildet das Castillo de Banyeres de Mariola aus dem 13. Jahrhundert.

Das Castillo de Castalla befindet sich auf einem eindrucksvollen Hügel von 780 Metern Höhe
Das Castillo de Castalla befindet sich auf einem eindrucksvollen Hügel von 780 Metern Höhe

Castillo de la Mola

Öffnungszeiten: Mo–So 10:00–14:00 & 17:00–20:00 Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: Partida Molinos 151, 03660 Novelda

Castillo de Petrer

Öffnungszeiten: Di–So 11:00–13:00 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt: kostenlos
Adresse: 03610 Petrer

Castillo de Sax

Öffnungszeiten: So 10:30 Uhr
Eintritt: kostenlos
Adresse: Calle Castillo 1, 03630 Sax

Castillo de la Atalaya

Öffnungszeiten: Di–Sa 11:00–14:00 & 16:00–18:00 Uhr, So 11:00–14:00 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt: 3 Euro, reduziert 1,50 Euro
Adresse: Plaza de las Embajadas, 03400 Villena

Castillo de Biar

Öffnungszeiten: Mi–So 10:15–13:45 Uhr
Eintritt: 1 Euro
Adresse: Explanada del Castillo, 03410 Biar

Castillo de Castalla

Öffnungszeiten: nur mit Führung
Eintritt: Führung: 3 Euro, reduziert 2,00 Euro
Adresse: Calle Carril de la Sang 1, 03420 Castalla

Castillo de Banyeres de Mariola

Öffnungszeiten: Fr–So 11:00–14:00 & 18:00–20:00 Uhr, Mo–Do geschlossen
Eintritt: 2,50 Euro, reduziert 1,25 Euro
Adresse: Carrer del Castell, 03450 Banyeres de Mariola


Alicante: Stadt, Strand und maurisches Erbe mit Aussicht

Die Provinzhauptstadt Alicante ist so etwas wie das Herz der Costa Blanca – lebendig, sonnig, direkt am Meer. Alicante ist keine dieser Städte, die man schnell abhakt. Im Gegenteil: Sie hat genau diese Mischung aus entspanntem Küstenflair und kultureller Tiefe, die süchtig macht.

Urlaub in Alicante: Altstadt, Strand und Meer [+Karte]

Morgens durch die Altstadt El Barrio schlendern, wo sich bunte Häuser aneinanderdrängen und kleine Plätze unter Orangenbäumen auftauchen. Mittags auf der Explanada de España flanieren – der mit Palmen gesäumten Promenade, die mit ihrem Wellenmosaik fast hypnotisch wirkt. Und dann natürlich hoch zur Castillo de Santa Bárbara: Diese maurische Festung thront auf dem Hausberg Monte Benacantil und bietet einen der schönsten Ausblicke auf Stadt, Küste und Meer. Sonnenuntergang hier oben? Gänsehaut.

Trotz aller Sehenswürdigkeiten fühlt sich Alicante nicht touristisch überlaufen an – vielleicht, weil so viele Spanier selbst hier Urlaub machen. Die Stadt hat ein authentisches Herz, das man spürt: auf dem Markt, in den engen Gassen der Altstadt oder am Stadtstrand Playa del Postiguet, der sich direkt ans Zentrum schmiegt.

Alicante ist natürlich ein absolutes Must-Visit und der perfekte Einstieg in die Region! Daher haben wir über die Stadt bereits einen ganzen Beitrag geschrieben.

Xixona: Spaniens süßestes Geheimnis – Heimat des Turrón

Xixona: die Wiege des Turrón
Xixona: die Wiege des Turrón

Die Kleinstadt Xixona, oder auf Spanisch Jijona, ist vor allem für eins bekannt: dem Turrón de Xixona. Die typisch spanische Süßigkeit gibt es in allen möglichen Formen und Geschmäckern vor allem in der Adventszeit und zu Weihnachten. Die für Xixona typischste Variante besteht aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiklar. Es gibt aber auch vegane Turrón-Sorten.

Villajoyosa: Bunte Häuser, Schokolade und mediterrane Gelassenheit

Valor Schokoladenfabrik und -museum in Villajoyosa
Valor Schokoladenfabrik und -museum in Villajoyosa

Auch Villajoyosa, auf Valencianisch La Vila Joiosa, hat eine kulinarische Spezialität zu bieten, schließlich ist die Stadt die Heimat sowie Hauptsitz des spanischen Schokoladenherstellers Chocolates Valor. Im Jahr 1881 von Valeriano „Valor“ López Lloret als kleines Familienunternehmen gegründet, exportiert das Unternehmen heute in mehr als 45 Länder. Da der Produktionsfokus auf dunkler Schokolade mit besonders hohem Kakaoanteil liegt, ist der Großteil der Valor-Schokolade vegan. Zum Glück – denn diese kann am Ende der kostenlosen Führung durch das Schokoladenmuseum und die Schokoladenfabrik probiert werden. Von uns eine klare Empfehlung!

Eingang ins Paradies: Shop der Schokoladenfabrik von Valor in Villajoyosa
Eingang ins Paradies: Shop der Schokoladenfabrik von Valor in Villajoyosa

Museo del Chocolate Valor

Öffnungszeiten: Museum (Führungen): Mo–Fr 11:00, 12:00, 13:00, 17:00, 18:00 & 19:00 Uhr (Spanisch), 10:00 & 16:00 Uhr (Englisch), Sa 11:00, 12:00 & 13:00 Uhr,(Spanisch), 10:00 Uhr (Englisch), So geschlossen; Shop: September bis Juli: Mo–Fr 10:00–20:00 Uhr, Sa 10:00–14:00 Uhr, So geschlossen, August: Mo–Fr 10:00–21:00 Uhr, Sa 10:00–14:00 Uhr, So geschlossen
Eintritt: kostenlos
Adresse: Avenida Pianista Gonzalo Soriano 13, 03570 Villajoyosa

Benidorm: Wolkenkratzer, Strandleben und überraschende Natur

Panorama von Benidorm vom Tossal de la Cala
Panorama von Benidorm vom Tossal de la Cala

„Das spanische Manhattan“ – so wird Benidorm nicht ohne Grund genannt. Schließlich besitzt die Stadt in Relation zur Einwohnerzahl mit 345 Gebäuden mit mehr als zwölf Etagen die größte Hochhausdichte weltweit. Dies lässt sich durch die gering Anzahl von etwa 70.000 gemeldeten Einwohner erklären, in der Hauptsaison beträgt die Zahl der Bewohner Benidorms de facto mehr als 1,5 Millionen. Anfang der 1950er Jahre noch ein Fischerdorf, entwickelte sich Benidorm durch verschiedene Maßnahmen zum beliebten Reiseziel vor allem bei Urlaubern aus Großbritannien. Im Winter, wenn der Massentourismus ausbleibt, gleicht Benidorm daher einer Geisterstadt.

Im Panoramabild links zu sehen ist das Gran Hotel Bali, mit 186 Metern und 52 Stockwerken das zweithöchste Hotel in Europa. Dank moderner Computersysteme zur Verhinderung von Katastrophen gilt es als das sicherste Hotel Spaniens. Mittig im Bild fällt der 2007 geplante und aufgrund der spanischen Immobilienkrise bis heute nicht fertiggestellte Wohnturm Intempo ins Auge. Mit einer Höhe von 192 Metern und 47 Etagen gehört es zu den höchsten Bauwerken Spaniens und ist gleichzeitig eines der höchsten Wohngebäude Europas.

Zwei breite Sandstrände säumen die Küste Benidorms: die rund 4 Kilometer lange Playa de Poniente westlich der Altstadt und die etwa 2,5 Kilometer lange Playa de Levante östlich der Altstadt. Zwischen ihnen befindet sich ein weiteres Highlight Benidorms: der Mediterrane Balkon oder Balcón del Mediterraneo. Weitere Attraktionen touristischen Interesses sind der Naturpark Serra Gelada und der Freizeitpark Terra Mítica.

Balcón del Mediterraneo in Benidorm
Balcón del Mediterraneo in Benidorm

Guadalest: Ein Bergdorf wie aus dem Bilderbuch

Guadalest: Weißes Dorf, grüne Palmen, graue Felsen
Guadalest: Weißes Dorf, grüne Palmen, graue Felsen

Guadalest ist eines der beliebtesten Ausflugsziele an der Costa Blanca. Etwa 15 Kilometer Luftlinie von der Mittelmeerküste entfernt, liegt es im bergigen Inland gut versteckt hinter Benidorm und Altea. Dennoch ist der Ort definitiv kein Geheimtipp mehr: Die weiße Altstadt, die mittelalterliche Burg San José, die beeindruckenden Felswände und der türkisgrün strahlende Stausee locken ganzjährig unzählige Touristen an.

Daher empfehlen wir euch insbesondere in der Hauptsaison so früh wie möglich nach Guadalest zu fahren, bevor die Reisebusse dort eintreffen. Außerdem umgibt das morgens noch verschlafen wirkende Dorf, welches auf Valencianisch El Castell de Guadalest genannt wird, ein ganz besonderen Zauber, wenn es langsam zum Leben erwacht.

Hinter der steilen Felswand verbirgt sich der Stausee Presa de Guadalest
Hinter der steilen Felswand verbirgt sich der Stausee Presa de Guadalest

Castillo de San José

Öffnungszeiten: Juni bis September: Mo–So 10:00–20:00 Uhr, Oktober bis Mai: Mo–So 10:00–18:00 Uhr
Eintritt: 4 Euro, reduziert 2 bis 3 Euro
Adresse: Calle de Iglesia 2, 03517 Guadalest

Altea: Weiße Gassen, Künstlerseele und das schönste Licht der Küste

Die Kirche La Mare de Déu del Consol über der Altstadt von Altea
Die Kirche La Mare de Déu del Consol über der Altstadt von Altea

Die Stadt Altea wurde von den Iberern und Römern gegründet. Heute hat sie rund 22.000 Einwohner und lebt vor allem vom Tourismus. Ihr Wahrzeichen ist die Kirche La Mare de Déu del Consol, oder Nuestra Señora del Consuelo auf Spanisch, mit ihrer malerischen Kuppel aus blauen und weißen Kacheln. Um sie herum hat sich ein Labyrinth aus engen und verwinkelten Gassen gebildet.

Außerdem gilt Altea als Kulturzentrum der Region Valencia. Hier haben sich mit der Zeit viele Kunstschaffende, Musiker und Schriftsteller sowie Kulturinstitutionen angesiedelt. Von der UNESCO als internationale Musikschulstätte anerkannt ist die Villa Gadea, weitere Kunstzentren sind die Casa de Cultura und der Palau Altea.

Altstadtgasse in Altea mit Blick auf die Kirche La Mare de Déu del Consol
Altstadtgasse in Altea

Folgt man den kleinen Straßen durch die weiß getünchten Häuserfassaden abwärts, gelangt man zur Küstenpromenade von Altea. Diese wird von Restaurants gesäumt und führt zum Hafen von Altea. Altea wird im Norden durch die Steilküste der Serra de Bèrnia geschützt, wodurch ein besonders mildes Mikroklima entsteht. Das aufgrund der Kiesstrände hier besonders klare Wasser des Mittelmeers lädt zum Baden ein.

Restaurant-Tipp: Das veganfreundliche Crown of India serviert indische Gerichte auf einer Dachterrasse mit Panoramablick in unmittelbarer Nähe zur Kirche.

Strand von Altea: Von hier lässt sich bereits der Fels Penyal d’Ifac bei Calp sehen
Strand von Altea: Von hier lässt sich bereits der Fels Penyal d’Ifac bei Calp sehen

Calp: Der Fels im Meer und das Salz in der Luft

Über Calp, den Penyal d’Ifac und alle weiteren Sehenswürdigkeiten haben wir bereits ausführlich im letzten Beitrag berichtet:

Wanderung auf den Penyal d’Ifac bei Calp

Cabo de San Antonio: Wo das Land ins Meer fällt

Sonnenuntergang am Cabo San Antonio
Sonnenuntergang am Cabo de San Antonio

Auch das Cabo de San Antonio, oder Valencianisch Cap de Sant Antoni, im Norden der Costa Blanca ist ein absolutes Muss! Erstens hat man von hier eine wunderbare Aussicht zum Beispiel auf die Stadt Jávea und zweitens fallen hier 162 Meter hohe Felsen aus Kalkstein zum Teil senkrecht zum Meer ab. Drittens ist das Kap Teil des Naturschutzgebietes Parque Natural del Montgó. Dieser Naturpark beherbergt nicht nur den namensgebenden Berg Montgó mit einer Gipfelhöhe von 753 Metern, sondern auch eine Menge mediterraner Pflanzen und Wildtiere auf einer Fläche von über 2000 Hektar.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in dem Gebiet ist die Cova Tallada: Eine Höhle mit Naturbecken zum Schwimmen und Schnorcheln, die sich am besten zu Fuß, schwimmend oder mit dem Kajak erreichen lässt. Vom Kap lässt sich außerdem der Hafen von Jávea durch den knapp 2 Kilometer langen Kurzwanderweg PR-CV 355 erreichen.

Dénia: Der entspannte Norden der Costa Blanca

Hafen von Dénia von oben
Hafen von Dénia von oben

Kommen wir nun auch schon zu unserem letzten Ausflugsziel: Dénia. Die kleine Hafenstadt markiert das nördliche Ende der Costa Blanca. Schon zu Zeiten der Römer (mindestens ab dem 1. Jahrhundert v. Chr.) diente die an einem Naturhafen gelegene Stadt, damals als Dianium bezeichnet, als Flottenstützpunkt. Danach wurde sie von verschiedenen Völkern beherrscht: im 6. und 7. Jahrhundert von den Westgosten, ab dem 8. Jahrhundert von den Mauren bis zur „Reconquista“ der Spanier im Jahr 1244.

Zurück ließen die Mauren ihre Burg, welche sie im 11. und 12. Jahrhundert auf eine frühere römische Festung erbaut hatten. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese immer wieder aus- und umgebaut. Heute beherbergt sie das Archäologische Museum Dénias. Neben dem Hafen und der Burg lockt Dénia mit zahlreichen Stränden: Nordwestlich finden sich kilometerlange Sandstrände, während nach Südosten sich eine Vielzahl an kleinen Buchten, Kies- und Steinstränden bis zum Parque Natural del Montgó erstreckt.

Öffentliche Verkehrsmittel oder Mietwagen?

Straßenschild, das auf den Verlauf des Nullmeridians (auch Greenwich-Meridian) in der Nähe von Dénia hinweist
Straßenschild, das auf den Verlauf des Nullmeridians (auch Greenwich-Meridian) in der Nähe von Dénia hinweist

Grundsätzlich würden wir euch als öffentliche Verkehrsmittel die Straßenbahn TRAM Metropolitano de Alicante, die Nahverkehrszüge Renfe Cercanías sowie die Fernbusse von ALSA empfehlen. Von Dénia kann man zu den Balearischen Inseln übersetzen: Nach Formentera und Mallorca fährt täglich jeweils eine, nach Ibiza sogar zwei Fähren des Unternehmens Balearia.

Alternativ bietet sich auch ein Mietwagen an. Damit seid ihr natürlich am flexibelsten. Achtet bei der Buchung auf eine faire Tankregelung (voll/voll) und eine Vollkasko-Versicherung, um nachträgliche Kosten zu vermeiden. Günstige Angebote findet ihr auf CHECK24, Billiger Mietwagen und MietwagenCheck.

Wie du an einen günstigen Mietwagen kommst, erfährst du hier:

Mietwagen buchen: 15 Tipps, wie du Geld sparst

Welches Verkehrsmittel ihr am besten nutzt, hängt natürlich vom Ort und der Strecke ab. Daher haben wir euch hier eine kleine Übersicht erstellt:

  • Alicante: Tram, Bus
  • Elche: Cercanias C-1 Alicante-Murcia Station „Elx Parc“, Bus
  • Burgenroute: Mietwagen, notfalls Bus
  • Xixona: Mietwagen
  • Villajoyosa: Tram
  • Benidorm: Tram, Bus
  • Guadalest: Mietwagen, notfalls Bus
  • Altea: Tram, Bus
  • Calp: Tram, Bus
  • Cabo de San Antonio: Mietwagen oder mit Bus nach Jávea (notfalls Tram bis nach Gata, von dort lokaler Bus nach Jávea), von Jávea zu Fuß
  • Dénia: Tram, Bus, Fähre von/zu den Balearen
Linien und Haltestellen der Tram in Alicante
Linien und Haltestellen der Tram in Alicante
Tarife der Tram in der Provinz Alicante
Tarife der Tram in der Provinz Alicante

Weitere Ausflüge

Möchtet ihr über die Costa Blanca hinausschnuppern, bieten sich die Nachbarprovinzen Murcia und Valencia an. Oder ihr nehmt eine Fähre zu den Balearischen Inseln Ibiza, FormenteraMallorca oder Menorca (mit Zwischenstopp auf Mallorca).

Valencia

Vegan in Valencia: Die 5 besten Restaurants [mit Karte]

Valencia: Top-Sehenswürdigkeiten in 1-3 Tagen [+Karte]

Region Murcia

Vegan in Murcia: Restaurants und Sehenswürdigkeiten [+Karte]

Region Murcia: Sehenswürdigkeiten und Ausflüge [+Karte]

Balearische Inseln

Mallorca-Roadtrip: Top-Routen für 1 bis 14 Tage (mit Karte)

Mallorca: Die 20 schönsten Orte mit dem Auto oder Bus

15 Wanderungen auf Mallorca für Anfänger bis Profis

Ibiza-Saison 2024: Urlaub mit oder ohne Party [+Tipps]

 

 

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klick auf einen Stern, um ihn zu bewerten

Durchschnittliche Bewertung: 5 / 5. Stimmenzahl: 10

Bisher noch keine Bewertungen

Freut uns, dass dir der Beitrag gefallen hat!

Schau auch mal hier vorbei:

Schade, dass dir der Beitrag nicht gefallen hat 🙁

Lass uns das ändern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

Eine Antwort auf „Costa Blanca: Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele“

Schreibe einen Kommentar zu Wolfgang Strickner Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch die Nutzung dieses Formulars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten (Name/E-Mail/Website/IP-Adresse) durch diese Website einverstanden. Diese Website verwendet Cookies, um mir das bestmögliche Erlebnis zu ermöglichen. Weitere Informationen finde ich in der Datenschutzerklärung.