Andalusien: Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten

Andalusien – für viele die schönste Region Spaniens. Schließlich strotzt das Sonnenparadies Europas nur so vor wunderschönen Orten und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Neben den zahlreichen weißen, typisch andalusischen Dörfern weist die Gegend besonders viele Bauwerke aus der maurischen Zeit auf. Die Alhambra ist nur eine von vielen eindrucksvollen Burgen, Schlössern und Festungen. Hier erfahrt ihr, welche Orte und Sehenswürdigkeiten in Andalusien ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.

Ein typisch andalusischer Innenhof von oben
Ein typisch andalusischer Innenhof von oben

Infos über Andalusien

Steckbrief

  • Offizieller Name: Comunidad Autónoma de Andalucía (Autonome Gemeinschaft Andalusien)
  • Sprachen: Spanisch (Andalusischer Dialekt)
  • Hauptstadt: Sevilla
  • Lage: Südspanien
  • Zeitzone: wie Deutschland (UTC+1 bzw. UTC+2 von März bis Oktober)
  • Einwohner: 8.379.820 (etwa ein Zehntel von Deutschland, Stand 2017)
  • Fläche: 87.268 km² (knapp ein Viertel von Deutschland)
  • Währung: Euro (EUR)

Häufig gestellte Fragen

Ist Andalusien ein eigenes Land?

Nein, Andalusien ist eine von 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Wo in Spanien liegt Andalusien?

Karte von Andalusien in Spanien
Karte von Andalusien in Spanien

Andalusien ist Spaniens südlichste Region auf dem europäischen Festland. Nur die Kanarischen Inseln liegen noch südlicher.

Was gehört alles zu Andalusien?

Karte von Andalusien
Karte von Andalusien

Andalusien ist in acht Provinzen unterteilt: In die Provinz Almería, Provinz Cádiz, Provinz Córdoba, Provinz Granada, Provinz Huelva, Provinz Jaén, Provinz Málaga und die Provinz Sevilla. Andalusien grenzt im Westen an Portugal, im Norden an Extremadura und Kastilien-La Mancha, im Osten an Murcia und im Süden an das Mittelmeer, das britische Überseegebiet Gibraltar und den Atlantischen Ozean.

Wie viele Einwohner hat Andalusien?

2017 hatte Andalusien rund 8,4 Millionen Einwohner.

Was sind die größten Städte Andalusiens?

  1. Sevilla, 690.566 Einwohner
  2. Málaga 569.009 Einwohner
  3. Córdoba, 326.609 Einwohner
  4. Granada, 234.758 Einwohner
  5. Jerez de la Frontera, 212.830 Einwohner
  6. Almería, 194.515 Einwohner
  7. Huelva, 145.468 Einwohner
  8. Marbella, 140.744 Einwohner
  9. Dos Hermanas, 131.855 Einwohner
  10. Algeciras, 120.601 Einwohner
  11. Cádiz, 118.919 Einwohner
  12. Jaén, 114.658 Einwohner

(Einwohnerzahlen: Schätzung 2016)

Wo ist der Flughafen in Andalusien?

Andalusien besitzt sechs Flughäfen, von denen der Aeropuerto de Málaga-Costa del Sol in Málaga mit Abstand der größte und wichtigste Flughafen ist.

  1. Flughafen Málaga (16.672.776 Passagiere)
  2. Flughafen Sevilla (4.624.038 Passagiere)
  3. Flughafen Jerez (916.451 Passagiere)
  4. Flughafen Almería (919.808 Passagiere)
  5. Flughafen Granada-Jaén (753.142 Passagiere)
  6. Flughafen Córdoba (keine regelmäßigen Flugverbindungen)

(Passagierzahlen: Stand 2016/2017)

Wie ist das Klima in Andalusien?

In Andalusien herrscht überwiegend angenehmes Mittelmeerklima mit heiß-trockenen Sommer- und mild-feuchten Wintermonaten. Außerdem gibt es hier besonders viele Sonnenstunden: bis zu 3000 pro Jahr. Nur das Hochgebirge der Sierra Nevada weist ein alpines Klima mit Schnee und Frost im Winter und Frühling auf. An der südlichen Spitze Spaniens ist es fast immer sehr windig, die Küste ist daher besonders bei Kitesurfern beliebt.

Kitesurfer bei Tarifa in Andalusien
Kitesurfer bei Tarifa in Andalusien

Wann ist die beste Reisezeit für Andalusien?

Auch wenn Regen fast ausschließlich in den Monaten von Oktober bis April fällt, bietet sich Andalusien aufgrund der milden Temperaturen durchaus als Sonnenziel im Winter an. Schließlich zählt es zu den wärmsten Gegenden Europas. Möchte man allerdings einen Badeurlaub verbringen, sind die Monate Juni, Juli, August und September mit angenehmen Wassertemperaturen im Mittelmeer und Atlantik besser geeignet. Dafür kann es tagsüber jedoch sehr heiß werden: In den Sommermonaten sind Temperaturen von über 35 Grad keine Seltenheit. In der Sierra Nevada kann man von November bis Mai Wintersport betreiben.

Welche Sehenswürdigkeiten gehören zum UNESCO-Welterbe?

Andalusien hat derzeit sechs Weltkulturerbestätten und eine Weltnaturerbestätte, die durch die UNESCO ausgezeichnet wurden.

UNESCO-Weltkulturerbe in Andalusien
UNESCO-Weltnaturerbe in Andalusien
Immaterielles Kulturerbe in Andalusien

Die UNESCO hat bisher zwei Traditionen aus Andalusien zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt: den Flamenco (2010) und das Festival de los Patios Cordobeses (2012).

Wo ist es am schönsten in Andalusien?

Tja, darauf wirst du wohl ganz viele verschiedene Antworten erhalten. Was uns betrifft haben wir dir nachfolgend unsere persönliche Top 10 der schönsten Orte in Andalusien aufgelistet:

Top 10 der schönsten Orte in Andalusien

  1. Málaga: Hauptstadt der Sonne
  2. Ronda: Verwunschenes Panorama
  3. Sevilla: Wiege des Flamenco
  4. Cádiz: Nah am Wasser gebaut
  5. Córdoba: Schmelztiegel der Religionen
  6. Mijas: Weißes Bergdorf
  7. Granada: Arabisches Flair
  8. Almería: Garten von Europa
  9. Jaén: Geheimtipp
  10. Caminito del Rey: Königspfad

Jaén ist eine der eher unbekannteren Städte in Andalusien
Jaén ist eine der eher unbekannteren Städte in Andalusien

Wenn dir das nicht reicht – hier ist unsere Top 65, sortiert nach Provinz:

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten nach Provinz

Provinz Almería | Provinz Cádiz | Provinz Córdoba | Provinz Granada | Provinz Huelva | Provinz Jaén | Provinz Málaga | Provinz Sevilla

Salobreña: einer der fotogensten Orte Andalusiens
Salobreña: einer der fotogensten Orte Andalusiens

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in der Provinz Almería

Almería

In der vielseitigen und Low-Budget-freundlichen Stadt Almería gibt es so viel (kostenloses) zu sehen und erleben, dass wir darüber einen eigenen Beitrag geschrieben haben:

Gratis in Almería: 10 kostenlose Highlights

Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die Festung Alcazaba von Almería, welche schon als Kulisse für die beliebte Fernsehserie Game of Thrones diente, und die Küstenpromenade Paseo Marítimo Carmen de Burgos.

Cabo de Gata

Der Naturpark Cabo de Gata – das größte Küstenschutzgebiet Andalusiens und UNESCO-Biosphärenreservat – kommt ebenso bereits im oben genannten Almería-Beitrag vor.

Cuevas del Almanzora

Die Gemeinde Cuevas del Almanzora wurde nach den dort verbreiteten Höhlenwohnungen (spanisch cuevas) benannt. Außerdem befinden sich hier verwehte Sanddünen des einst bis hierhin reichenden Mittelmeeres.

Desierto de Tabernas

Auch zu dem „Hollywood Europas“ vor allem für Western-Filme und der trockensten Region des europäischen Kontinents, der Wüste von Tabernas, haben wir schon einen eigenen Beitrag:

Wüste von Tabernas: Das Hollywood Europas

Mojácar

Mojácar ist eine Küstenstadt phönizischen Ursprungs. Bei Touristen ist sie aufgrund der weißen Häuser und kleinen Gassen ihrer auf einem Hügel liegenden Altstadt beliebt.

Roquetas del Mar

Roquetas del Mar befindet sich etwa 30 Kilometer südwestlich von Almería. Neben den unzähligen Gewächshäusern sind vor allem der Leuchtturm Faro de Roquetas de Mar und das Castillo de Santa Ana. Mehr dazu findet ihr in unserem Gratis-in-Almería-Artikel.

Vélez-Blanco

Das Schloss Castillo de Vélez-Blanco und die Höhle Cueva de los Letreros im Naturpark Sierra María-Los Vélez sind sehenswert. Die „Höhle der Zeichen“ wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und enthält Skizzen von Menschen von 4000 v. Chr., welche zu den ältesten Menschendarstellungen gehören. Unter dem Namen „Indalo“ wurden sie zum Emblem der Provinz Almería.

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in der Provinz Cádiz

Arcos de la Frontera

Kirche Santa Maria de la Asuncíon in Arcos de la Frontera
Kirche Santa Maria de la Asuncíon in Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera ist der Hauptort und Ausgangspunkt der Ruta de los Pueblos Blancos, der Route der weißen Dörfer in Andalusien. Schließlich ist die Altstadt, die auf einem steilen Felsen oberhalb des Flusses Guadalete liegt, mit ihren engen Gassen und weißgetünchten Häusern charakteristisch für die weißen Dörfer.

An der Plaza del Cabildo befinden sich Rathaus, Parador und die Kirche Santa Maria de la Asuncíon sowie der Aussichtspunkt Balcón de la Peña Nueva, von dem man eine grandiose Aussicht auf den Fluss und das umliegende Land hat. Außerdem bietet Arcos ein Schloss, welches im 11. Jahrhundert von den Arabern erbaut wurde.

Baelo Claudia

Blick auf die Ausgrabungsstätte Baelo Claudia
Blick auf die Ausgrabungsstätte Baelo Claudia

Die römische Ruinenstadt Baelo Claudia stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und befindet sich ungefähr 17 Kilometer nordwestlich von Tarifa. Anfang des 7. Jahrhundert verließen die Römer aufgrund von Erdbeben und wirtschaftlichem Niedergang die Stadt. Von hier aus begannen im Jahr 711 die Mauren ihren Eroberungsfeldzug der Iberischen Halbinsel und beherrschten dann etwa 700 Jahre lang Andalusien. EU-Bürger*innen haben freien Eintritt in das Museum und zu der archäologische Stätte. Für alle anderen kostet der Eintritt 1,50 Euro.

Bornos

Castillo Palacio de los Ribera in Bornos
Castillo Palacio de los Ribera in Bornos

In Bornos befindet sich der Palacio de los Enríquez de Ribera, welcher im 16. Jahrhundert von der Adelslinie der Ribera aus dem Schloss Castillo del Fontanar erbaut wurde.

Cádiz

Fast vollständig vom Atlantik umgeben befindet sich Cádiz auf einer Halbinsel im südwestlichen Andalusien. Als eine der ältesten Städte ganz Europas hat sie eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie ihr hier lesen könnt:

Cádiz: Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Conil de la Frontera

Altstadt von Conil de la Frontera
Altstadt von Conil de la Frontera

Auch Conil de la Frontera gehört zur Ruta de los Pueblos Blancos und ist ein weiteres weißes Dorf Andalusiens. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Torre de Guzmán, das Stadttor, das Kulturzentrum Santa Catalina und das Convento de la Victoria. Der kleine Hafen von Conil liegt etwas außerhalb in nördlicher Richtung, woran sich die Felsbucht Cala de Roche anschließen, die zu den schönsten Stränden Andalusiens gezählt wird. Insgesamt gibt es in Conil rund 14 Kilometer Strand.

Chipiona

Leuchtturm von Chipiona: höchster Leuchtturm Spaniens
Leuchtturm von Chipiona: höchster Leuchtturm Spaniens

Chipiona ist die westlichste Stadt der Provinz Cádiz. Sie liegt am Atlantik an der Mündung des Flusses Guadalquivir, verfügt über breite Sandstrände und gilt als einer der saubersten Badeorte Andalusiens. Der 1867 fertiggestellte Leuchtturm Faro de Chipiona gilt als das Wahrzeichen der Stadt und ist mit 69 Metern der höchste Leuchtturm Spaniens und einer der höchsten der Welt. Ganze 322 Stufen führen zu einer Plattform unter dem Laternenraum. Wie auch schon der antike Leuchtturm von 140 v. Chr. dient er bis heute als visueller Orientierungspunkt für Frachtschiffe, die in den Guadalquivir einfahren.

In der antiken Festung Castillo de Chipiona befindet sich heute ein Informationszentrum (Centro de Interpretación Turística), das sich der historischen Beziehung zwischen Cádiz und der Neuen Welt sowie kulturellen Veranstaltungen widmet. Das Santuario de Nuestra Señora de Regla ist eine große katholische Kirche mit gotischer Architektur, welche zwischen 1835 und 1882 fertiggestellt wurde.

Santuario de Nuestra Señora de Regla in Chipiona
Santuario de Nuestra Señora de Regla in Chipiona

El Puerto de Santa María

Castillo de San Marcos in El Puerto de Santa María
Castillo de San Marcos in El Puerto de Santa María

El Puerto de Santa María befindet sich in der Bucht von Cádiz am Ufer und der Mündung des Flusses Guadalete. Hier befindet sich die Burg Castillo de San Marcos, welche aus einer alten islamischen Moschee erbaut und um 1264 in der Zeit von Alfons X. in eine befestigte Kirche umgewandelt wurde. Ebenfalls sehenswert ist die Kirche Iglesia Mayor Prioral. Außerdem wird die von den Einheimischen oft nur „El Puerto“ genannte Stadt aufgrund des frischeren Küstenklimas von vielen Einwohnern Sevillas und Madrids als Urlaubsort im Sommer genutzt.

Jerez de la Frontera

Turm der Iglesia de San Miguel: höchste Punkt in Jerez de la Frontera
Turm der Iglesia de San Miguel: höchste Punkt in Jerez de la Frontera

Jerez de la Frontera, oder kurz Jerez, ist mit 212.915 Einwohnern die größte Stadt der Provinz Cádiz und besitzt nach Málaga und Sevilla einen der drei wichtigsten und größten Flughäfen Andalusiens. Als lange von Mauren und Christen umkämpftes Gebiet, trägt die Stadt wie auch viele andere Orte in der Region, den Namenszusatz „an der Grenze“ (de la Frontera).

Die Hauptsehenswürdigkeiten sind die gotisch-barocke-neoklassizistische Kathedrale Catedral de Jerez de la Frontera aus dem 17. Jahrhundert, der ehemalige maurische Alcázar de Jerez (heute ein Park), die katholische Kirche Iglesia de San Miguel sowie die Plaza de la Asunción mit der Kirche Iglesia de San Dionisio im Gotik-Mudéjar-Stil aus dem 15. Jahrhundert.

Jimena de la Frontera

Die Gemeinde Jimena de la Frontera liegt am Rande des Naturparks Los Alcornocales. Die Ruinen des Castillo de Jimena de la Frontera, einer mittelalterlichen arabischen Burganlage, können besichtigt werden und bieten eine schöne Aussicht auf den Ort.

Kap Trafalgar

Leuchtturm Faro de Trafalgar am Kap Trafalgar
Leuchtturm am Kap Trafalgar

Das Kap Trafalgar (spanisch Cabo de Trafalgar oder Parque Natural Cabo de Trafalgar) befindet sich an dem nordwestlichen Ende der Straße von Gibraltar am Atlantischen Ozean. Der Name geht wahrscheinlich auf die arabische Bezeichnung für „Kap des Westens“ zurück. Die Erhebung an der Landspitze, welche sich über eine Fläche von 241.876 Quadratmetern erstreckt, wurde unter dem Namen Tómbolo de Trafalgar zum Naturdenkmal erklärt und gehört zum Netzwerk geschützter Naturräume von Andalusien (spanisch Red de Espacios Naturales Protegidos de Andalucía, kurz RENPA).

Das Kap wird vom Leuchtturm von Trafalgar (spanisch Faro de Cabo Trafalgar) gekrönt, der 1860 erbaut wurde und noch in Betrieb ist. Neben dem Leuchtturm befinden sich die Überreste des Wachturms von Trafalgar, einem der vielen Küstenwachtürme, die im 16. Jahrhundert von Felipe II. erbaut wurden, um vor der Ankunft der Berberpiraten zu warnen. In der Nähe des Kap Trafalgar befinden sich außerdem archäologische Überreste einer römischen Fabrik und einer hispano-muslimischen Siedlung.

Die vielen Sandstrände und Dünen locken zahlreiche nationale und internationale Touristen an. Dank der starken Winde an der Costa de la Luz ist das Kap Trafalgar vor allem, aber nicht nur, bei Kitesurfenden ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel.

Kitesurfer am Kap Trafalgar
Kitesurfer am Kap Trafalgar

Olvera

Olvera ist ein weiteres Dorf an der Ruta de los Pueblos Blancos („Route der weißen Dörfer“). Inmitten den niedrigen weißen Häuserreihen erheben sich die arabische Burgruine des Castillo de Olvera aus dem 12. Jahrhundert und die Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación, die auf den Resten einer maurischen Moschee errichtet wurde.

Rota

Leuchtturm in Rota
Leuchtturm in Rota

Die Stadt Rota liegt zwischen El Puerto de Santa María und Chipiona. Neben zahlreichen besonders sauberen Stränden und Parks stellen die Burg El Castillo de Luna, die Kirche Iglesia de la O und der Turm Torre de Merced die Hauptattraktionen dar.

Sanlúcar de Barrameda

Castillo de Santiago in Sanlúcar de Barrameda
Castillo de Santiago in Sanlúcar de Barrameda

Die Stadt Sanlúcar de Barrameda befindet sich am linken Ufer der Guadalquivir-Flussmündung gegenüber vom Nationalpark Coto de Doñana. Zwar ist sie mit diesem nicht mit einer Brücke verbunden, es gibt aber Schiffstouren in den Nationalpark. Schon in der Frühen Neuzeit war der Hafen von Sanlúcar de Barrameda Ausgangspunkt zahlreicher Expeditionen: So zum Beispiel 1498 als Christoph Kolumbus zur dritten Amerikafahrt aufbrach oder 1519 als Ferdinand Magellan zur ersten historisch belegten Weltumseglung ansetzte.

Im Jahr 1973 wurde Sanlúcar de Barrameda zum Conjunto histórico-artístico erklärt. Sehenswert ist die Burg Castillo de Santiago sowie die Kirchen Auditorio de la Merced und Parroquia de Santo Domingo.

Tarifa

Blick auf Tarifa von der Isla de Las Palomas aus gesehen: südlichster Punkt Europas
Blick auf Tarifa von der Isla de Las Palomas aus gesehen: südlichster Punkt Europas

Tarifa ist die südlichste Stadt des europäischen Festlands. Im Südwesten der Stadt befindet sich mit der Punta de Tarifa der südlichste Punkt Kontinentaleuropas. Dieser ist durch einen Damm mit der Insel Isla de Las Palomas, auch Isla de Tarifa genannt, verbunden. Hier kommen sich Europa und Afrika am nächsten: Die Entfernung nach Marokko beträgt hier gerade einmal 14 Kilometer. Mehrmals täglich verkehren Fähren zwischen Tarifa und Tanger.

Die Gegend um Tarifa, welche das östliche Ende der Costa de la Luz darstellt, gilt als die windreichste Europas und ist daher neben Hoʻokipa auf Hawaii und Fuerteventura eine der Welthauptstädte für Wind- und Kitesurfer.

Der Playa de Los Lances: einer der besten Kitesurf-Hotspots Europas und weltweit
Der Playa de Los Lances: einer der besten Kitesurf-Hotspots Europas und weltweit

Vejer de la Frontera

Blick durch die Bögen der Iglesia del Convento de la Conceptión auf die Neustadt von Vejer de la Frontera
Blick durch die Bögen der Iglesia del Convento de la Conceptión auf die Neustadt von Vejer de la Frontera

Die Altstadt von Vejer de la Frontera ist vollständig von einer etwa zwei Kilometer langen Stadtmauer, vier Stadttoren und drei Türmen umgeben. Die Burg Castillo de Vejer de la Frontera befindet sich am höchsten Punkt und kann kostenlos besichtigt werden! Sie geht auf eine maurische Burg aus dem 10. und 11. Jahrhundert zurück, von dem auch noch das Haupttor, ein Hufeisenbogen, stammt und wurde 1931 zum Nationaldenkmal erklärt.

Zahara de la Sierra

Auch Zahara de la Sierra gehört zu den weißen Dörfern (Pueblos blancos). Es liegt zwischen Ronda und Olvera am am Nordrand des Naturparks Sierra de Grazalema an dem Stausee Embalse de Zahara-el Gastor. Die Reste der maurischen Burg Castillo de Zahara de la Sierra aus dem 12. Jahrhundert erinnern an die Gründung der Stadt durch die Araber im 8. Jahrhundert und ihrer Bedeutung zu Zeiten der Mauren. Auf einem Felsen gebaut, überragt die Festung den Ort und bietet eine fantastische Aussicht über das Umland und den Stausee. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die im 17. Jahrhundert im Barockstil erbaute Kirche Santa María de la Mesa.

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in der Provinz Córdoba

Almodóvar del Río

Castillo de Almodóvar del Río: einer der vielen Drehorte von Game of Thrones
Castillo de Almodóvar del Río: einer der vielen Drehorte von Game of Thrones

Über den Game-of-Thrones-Drehort Almodóvar del Río und ihre Burg maurischen Ursprungs haben wir bereits in unserem Córdoba-Artikel berichtet.

Baena

Die Kleinstadt Baena liegt am Fluss Río Marbella. Sehenswert sind die Burg Castillo de Baena und die Kirche Parroquia Santa María la Mayor.

Córdoba

Die die drittgrößte Stadt Andalusiens bietet neben der Mezquita-Catedral de Córdoba noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, weshalb wir über Córdoba wie erwähnt einen eigenen Beitrag geschrieben haben:

Córdoba: Sehenswürdigkeiten & Infos

Iznájar

Blick auf den Stausee Embalse de Iznájar
Blick auf den Stausee Embalse de Iznájar

Der Stausee Embalse de Iznájar zwischen den Provinzen Córdoba, Granada und Málaga ist nach der Gemeinde Iznájar benannt. Diese liegt auf einer Halbinsel im Stausee, ist aber per Brücke mit der Regionalstraße A-333 verbunden. Die Burg Castillo de Iznájar oder Hisn Ashar thront auf der höchsten Stelle des Ortes und geht auf das 8. Jahrhundert zurück.

Medina Azahara

UNESCO-Weltkulturerbestätte Medina Azahara
UNESCO-Weltkulturerbestätte Medina Azahara

Auch die im 10. Jahrhundert erbaute Palaststadt und heutige UNESCO-Weltkulturerbestätte Medina Azahara ist in unserem Córdoba-Beitrag zu finden.

Priego de Córdoba

Wegen ihrer vielen Brunnen und barocken Gebäude wird Priego de Córdoba auch Ciudad del Agua, „Stadt des Wassers“, und Joya del Barroco Cordobés, „Juwel des cordobesischen Barock“ genannt. Sehenswert ist das Castillo de Priego de Córdoba, eine ursprünglich maurische Stadtburg aus dem 13. und 14. Jahrhundert, und das mit zahlreichen Blumen geschmückte Stadtviertel Barrio de la Villa, welches schon in der maurischen Zeit bestand. Mit seinen weißen, niedrigen Häusern und den langen, schmalen Gassen ist es typisch andalusisch und steht seit 1972 unter Denkmalschutz.

Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten in der Provinz Granada

Almuñécar

Castillo de San Miguel in Almuñécar
Castillo de San Miguel in Almuñécar

Almuñécar befindet sich an der Costa Tropical zwischen Nerja und Motril. Aus einer phönizischen Siedlung hervorgehend, war Almuñécar auch in römischer Hand, aus derer Zeit ein noch erhaltenes Aquädukt stammt. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist jedoch das Castillo de San Miguel, welches als maurische Burg auf das 8. Jahrhundert zurückgeht und nach der Rückeroberung von den Mauren im Jahr 1489 im 16. Jahrhundert ausgebaut wurde. Heute sind von den ehemals vier mächtigen Rundtürmen noch drei erhalten.

Granada

Du denkst in Granada gibt es nur die Alhambra zu sehen? Auch wenn die maurische Palast- und Burganlage sehr beeindruckend ist, so gibt es doch noch sehr viel mehr zu sehen und zu unternehmen, wie du in diesem Beitrag lesen kannst:

Was du in Granada gesehen, getan und gegessen haben solltest

Guadix

Etwa 40 Kilometer nordöstlich von Granada liegt Guadix. Die Stadt ist vor allem für ihre Höhlenviertel mit rund 2000 Wohnhöhlen bekannt, in denen je nach Quelle 4000 bis 10.000 Menschen leben. Sehenswert ist zudem aber auch die Kathedrale Catedral de la Encarnación de Guadix, die an der Stelle einer Moschee von 1510 bis 1796 im historischen Zentrum erbaut wurde und durch ihre lange Bauzeit Stilmittel aus Gotik, Renaissance und Barock enthält. Am höchsten Punkt der Altstadt befindet sich die Alcazaba, eine Festung aus arabischer Zeit. Von hier bietet sich eine Aussicht auf das Höhlenviertel und die Sierra Nevada.

La Calahorra

Am nördlichen Fuße der Sierra Nevada befindet sich die Stadt La Calahorra. Hier befindet sich die Palastburg Castillo de La Calahorra aus dem 16. Jahrhundert mit einem Palast der Renaissance.

Loja

Panorama über Loja vom Mirador Isabel I de Castilla
Panorama über Loja vom Mirador Isabel I de Castilla

Loja ist eine Kleinstadt, die an der Autobahn A-92 zwischen Antequera und Granada liegt. Vom Aussichtspunkt Mirador Isabel I de Castilla lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen: die Kirche Iglesia Mayor de la Encarnación, die Ruinen der Alcazaba sowie die beiden Kirchen Iglesia de San Gabriel und Iglesia dede Santa Catalina

Montefrío

National Geographic bezeichnetete Montefrio 2015 als eine der zehn Städte mit den besten Aussichten der Welt. Nahe dem höchsten Punkt liegen die Ruinen der maurischen Burg Castillo de Montefrío. Auf halbem Weg zwischen der Sierra de Priego und der Sierra Parapanda erbaut, beherrscht sie das offene Tal zwischen den Gebirgen und wurde im 15. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Grenzfestungen der Mauren.

Die Hauptkirche Iglesia de la Encarnacion ist seit ihrer Rückeroberung von den Arabern die einzige runde Kirche in ganz Spanien. In der Nähe der Stadt befindet sich eine ausgedehnte archäologische Stätte, die als Las Peñas de los Gitanos bekannt ist. Sie ist berühmt für ihre prähistorischen Gräber und Überreste römischer Siedlungen.

Salobreña

Eingang zum Castillo de Salobreña
Eingang zum Castillo de Salobreña

Auf einem Felsen oberhalb der Costa Tropical liegt Salobreña, eine Stadt, die früher von weiten Zuckerrohrfeldern umgeben war, die inzwischen jedoch dem Tourismus gewichen sind. Auf der Spitze des Felsen thront das Castillo de Salobreña. Zur maurischen Zeit diente die Festung als Sommerresidenz des Granadischen Hofes. Darunter befindet sich der Ortskern der Altstadt, welcher typisch für das alte Andalusien ist. Übrigens: Das Titelbild stammt aus Salobreña.

Sierra de Huétor

Die Sierra de Huétor umfasst eine Fläche von mehr als 12.000 Hektar und wurde 1989 zum Naturpark erklärt. Dank der Höhe zwischen 1100 und 1878 Metern hat man hier eine hervorragende Aussicht auf die Sierra Nevada, vor allem vom Aussichtspunkt Mirador Cruz de Viznar. Über die Wanderung dorthin haben wir bereits in unserem Granada-Artikel berichtet.

Sierra Nevada

Die Sierra Nevada bei Granada ist mit einer Erhebung von 3482 Metern das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel. Das „schneebedeckte Gebirge“ erhielt seinen Namen nicht ohne Grund: In den Monaten von November bis Mai liegt hier für gewöhnlich Schnee, weshalb es besonders bei Wintersportlern beliebt ist. Den Rest des Jahres beitet es sich vor allem für Wanderungen an. Mehr dazu erfährst du im Granada-Beitrag.
 
 

 
 
 
 


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2 Antworten auf „Andalusien: Die schönsten Orte & Sehenswürdigkeiten“

  1. Coucou, Guten Morgen. Ich hab mal eine Frage. Ich wohne seit 15 Jahren in Cuevas del Almanzora. In ihrer Beschreibung ist da von Sanddünen die Rede….. Noch nie von gehört, noch nie gesehen…. Können Sie mir genaueres darüber sagen, wo sind die genau? Evtl. Fotos? Danke und beste Grüße

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