Sehenswürdigkeiten in der Umgebung Málagas

Die Costa del Sol in Andalusien ist vor allem für endlose Sandstrände, klares Wasser und ganz viel Sonne bekannt. Außerdem findet sich hier die wirklich fantastische Stadt Málaga. Doch auch die anderen Orte der Provinz Málaga müssen sich nicht hinter ihrer Hauptstadt verstecken. Hier gibt es so viel zu sehen, zu erleben und zu entdecken, dass definitiv ein paar Ausflüge eingeplant werden sollten! Wir verraten euch, was ihr dabei nicht verpassen solltet.

Parroquia Santa María la Mayor in Ronda
Parroquia Santa María la Mayor in Ronda

Die Provinz Málaga

Zwar ist die Provincia de Málaga oder Provinz Málaga mit einer Fläche von rund 7300 Quadratkilometern die kleinste der acht Provinzen Andalusiens, dennoch hat sie viel zu bieten. Etwa 1,63 Millionen Menschen leben hier, davon rund ein Drittel in der Provinzhauptstadt Málaga.

Es ist nicht besonders überraschend, dass der Tourismus den bedeutendsten Wirtschaftszweig darstellt. Der internationale Flughafen Málaga – Costa del Sol ist mit einem Passagieraufkommen von mehr als 18 Millionen Passagiere im Jahr 2017 noch vor Sevilla der größte Flughafen Andalusiens. In Spanien belegt er nach Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Palma de Mallorca den vierten Platz.

Auch wenn manchmal die komplette Mittelmeerküste Andalusiens als Costa del Sol bezeichnet wird, umfasst diese eigentlich nur die Südküste der Provinz Málaga am Mittelmeer. Hier sorgt das subtropische Klima für ganzjährig angenehme Temperaturen und mehr als 320 Sonnentagen pro Jahr.

Im Südwesten grenzt die Provinz Málaga an die Provinz Cádiz, im Nordwesten an die Provinz Sevilla, im Norden an die Provinz Córdoba und im Osten an die Provinz Granada.

Auf der unten stehenden Karte bekommt ihr einen besseren Überblick über die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung Málagas:


Karte von den Sehenswürdigkeiten in der Provinz Málaga

Antequera

Burg von Antequera
Burg von Antequera

Etwa 30 Kilometer nördlich von Málaga liegt die 40.000-Einwohner-Stadt Antequera. Aufgrund ihrer Lage zwischen den großen andalusischen Städten (Málaga, Granada, Córdoba und Sevilla) und ihrer Bedeutung für Kultur und Geschichte des Landes wird sie oft als das Herz von Andalusien bezeichnet.

Die sehenswerte und seit 2013 als Conjunto histórico-artístico anerkannte Altstadt lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Alcazaba (Bezeichnung für maurische Festungen in Südspanien) aus dem 14. Jahrhundert und der Kirche Colegiata de Santa María la Mayor.

Weitere im wahrsten Sinne des Wortes steinalte Schätze finden sich in und um Antequera: Die Dolmen von Antequera gehören zu den bedeutenden Megalithbauten Europas und seit 2016 außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Grabstätten aus riesigen Steinen bestehen schon seit mehreren Tausend Jahren.

Benalmádena

Castillo Monumento Colomares in Benalmádena
Castillo Monumento Colomares in Benalmádena

Benalmádena ist vor allem für günstigen Strandtourismus bekannt. Aber auch hier gibt es etwas zu sehen: Das private Castillo Monumento Colomares ist Christoph Kolumbus gewidmet und wurde zwischen 1987 und 1994 errichtet. Mit einer Fläche von 1500 Quadratmetern ist es das weltweit größte Denkmal für den Seefahrer, enthält gleichzeitig aber auch die kleinste Kirche der Welt.

Nicht weit entfernt befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit: die Estupa de la Iluminación de Benalmádena. Das buddhistische Bauwerk ist mit einer Höhe von 33 Metern der größte Stupa in Europa und war das letzte Projekt des buddhistischen Meisters Lopön Tsechu Rinpoche.

Estupa de la Iluminación de Benalmádena
Estupa de la Iluminación de Benalmádena

Caminito del Rey

Caminito del Rey
Caminito del Rey

Der „Königspfad“ Caminito del Rey ist als der einst gefährlichste Klettersteig der Welt bekannt. Der ursprüngliche, drei Kilometer lange Weg wurde 1905 fertig gestellt und von König Alfonso XIII. eingeweiht – daher der Name. Entlang steiler Wände führte er in etwa 100 Meter Höhe durch zwei bis zu 200 Meter tiefe Schluchten.

Nach und nach verfiel der Steig aus weichem Sandstein durch Witterungseinflüsse, sodass an manchen Stellen nur noch rostige Stahlträger übrig blieben. Nachdem mehrere Menschen in der Schlucht gestorben waren, wurde der Caminito 2001 geschlossen und sein Anfang und Ende abgebaut. Dennoch nutzen einige Kletterer einen älteren Steig, um weiterhin auf den verfallenen und riskanten Weg zu kommen.

Im Jahr 2006 wurde ein Plan zur Wiederherstellung eines Weges durch die Schlucht verabschiedet. Seit März 2015 verläuft nun ein neuer, gesicherter Wanderweg oberhalb des alten Steigs. Um diesen betreten zu können, muss vorab online ein Ticket ab 10 Euro reserviert werden. Um dieses Highlight Andalusiens nicht zu verpassen, sollte man sich frühzeitig darum kümmern, da die zugelassene Besucherzahl pro Tag sehr begrenzt ist!

Caminito del Rey
Caminito del Rey

Cueva del Tesoro

Cueva del Tesoro
Cueva del Tesoro

Die Cueva del Tesoro („Höhle des Schatzes“) befindet sich in Rincón de la Victoria etwa 15 Kilometer von Málaga entfernt. Es handelt sich dabei um die einzige Unterwasserhöhle Europas und eine der drei weltweit bekannten. Es wird angenommen, dass die Kalksteinhöhle in der Jurazeit entstand.

Der Legende nach sollen Araber hier im 12. Jahrhundert einen beeindruckenden Schatz versteckt haben, bevor sie vor den Unruhen im Land flohen. Einige Versionen der Legende sprechen von fünf maurischen Königen, andere vom Kaiser der Almoraviden Tasufín Ibn Alí, der angeblich den Schatz versteckt haben soll.

Insidertipp: Montags ist der Eintritt kostenlos!

El Torcal

El Torcal
El Torcal

Das Naturschutzgebiet El Torcal, mit ganzem Namen Paraje Natural Torcal de Antequera, befindet sich bei Antequera und gehört wie die Dolmen zum UNESCO-Welterbe. Es misst 1171 Hektar und ist mit mehr als 100.000 jährlichen Besuchern eine der beliebtesten Landschaften Spaniens.

Die sogenannten Karstformationen finden ihren Ursprung vor 100 Millionen Jahren, als das Gebiet noch gänzlich vom Meer der Tethys bedeckt war. Die durch Ablagerung von Sedimenten gebildeten Schichten aus Kalkgestein wurden durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen Erdplatte angehoben und zu Hügeln und Bergen gefaltet.

Eindringendes Wasser erweiterte die dabei entstehenden Dehnungsklüfte. Durch die für Karstgebiete typische Kohlensäureverwitterung wurde die beeindruckende Landschaft weiter geformt. Je nachdem, wie widerständig die verschiedenen Gesteinsschichten sind, wird mehr oder weniger Material abgetragen, was die horizontalen Muster entstehen lässt.

Es gibt zwei markierte Rundwanderwege, die durch das Gebiet führen: Die grüne, kürzere und leichtere Strecke misst 1,5 Kilometer, dauert etwa 45 Minuten und führt zum Talkessel Torca de La Maceta. Die 2,5 Kilometer lange gelbe Route beschert beim Aussichtspunkt Las Ventanillas auf 1200 Metern Höhe einen Panoramablick auf das Tal von Málaga.

Fuengirola

Fuengirola
Fuengirola

Fuengirola liegt südlich von Benalmádena an der Costa del Sol. Die 75.000-Einwohner-Stadt weist mit 25 Prozent einen hohen Ausländeranteil auf, wovon die meisten aus anderen europäischen Ländern stammen. Um den Hafen schmiegen sich Strände von mehr als 7 Kilometern Länge, eine lange Promenade verläuft entlang der Küste. Auf einem Hügel thront das Wahrzeichen Fuengirolas: die Burg Castillo de Sohail.

Mijas

Mijas
Mijas

Mijas ist das wohl bekannteste der vielen weißen Dörfer, die typisch für Andalusien und in der gesamten Region verstreut sind. Obwohl die Stadt sehr touristisch ist, hat das historische Zentrum Mijas Pueblo ihren Charme behalten. Besonders schön ist der Paseo de la Muralla, der auf der alten Stadtmauer und durch Parkanlagen entlang der Klippe verläuft und eine wunderschöne Aussicht bietet. Bei gutem Wetter lässt sich sogar Afrika erkennen.

Mijas
Mijas

Nerja

Nerja
Nerja

Mit Nerja findet sich ein weiterer beliebter Urlaubs- und Badeort an der Costa del Sol. Auf einem Felsvorsprung findet sich eine ganz besondere Küstenpromenade: der Balcón de Europa. Die Aussichtsplattform bietet einen hervorragenden Ausblick auf die unterhalb liegenden Sandstrände und Felsbuchten, die vom kristallklaren Meereswasser umspült werden.

Wenige Kilometer außerhalb von Nerja befindet sich ein weiteres andalusisches Highlight: die Cueva de Nerja. Am 12. Januar 1959 entdeckten fünf Jugendliche die Höhle, in die sie durch einen schmalen, als La Mina bekannten Schacht, gelangten. Heute führen Treppen und betonierte Wege durch die beeindruckenden Höhlengalerien, die sich über eine Länge von fast 5 Kilometern erstrecken.

Insidertipp: Montags bis freitags ist der Eintritt um 9:30 Uhr für die ersten 40 Besucher kostenfrei! Da der Andrang jedoch ziemlich hoch ist, lohnt es sich insbesondere während der Hochsaison vorab die Tickets online zu reservieren. Ansonsten kann es sein, dass es keine kostenlosen Tickets mehr für den Tag gibt.

Ronda

Ronda
Ronda

Ronda gehört zur Ruta de los Pueblos Blancos, also der Route der weißen Dörfer in Andalusien. Bekannt ist Ronda jedoch vor allem für die Puente Nuevo. Die „neue Brücke“ wurde im 18. Jahrhundert erbaut und überspannt die etwa 100 Meter tiefe Schlucht El Tajo de Ronda, durch die der Fluss Río Guadalevín fließt.

Die Schlucht trennt die maurisch geprägte Altstadt La Ciudad vom jüngeren Stadtteil El Mercadillo und kann über zwei weitere Brücken überquert werden: über die „arabische Brücke“ Puente Árabe und die „alte Brücke“ Puente Viejo. Besonders eindrucksvoll ist auch der Ausblick vom Mirador de Ronda wenige Meter von den steil abfallenden Klippen entfernt.

Den besten Blick auf Rondas Gesamtemsamble aus Felsenplateau, Altstadt, Puente Nuevo, Schlucht und Wasserfall hat man jedoch, wenn man von der Plaza de María Auxiliadora aus einem schmalen Weg nach unten folgt. Von dort stammt auch das obige Foto.

Mirador de Ronda
Mirador de Ronda

 

Das waren unsere liebsten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung Málagas. Habt ihr noch weitere Tipps? Lasst uns gerne eure Erfahrungen und Entdeckungen in den Kommentaren wissen. Wenn ihr noch Infos zu den Sehenswürdigkeiten und/oder veganem Essen in Málaga gebrauchen könnt, schaut mal hier vorbei:

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