7 Routen für den perfekten Portugal-Roadtrip

Portugal ist das ideale Land für einen Roadtrip! Nirgendwo sonst haben wir bisher so viele Wildcamper, Wohnmobile und VW-Busse gesehen. Doch auch mit dem Mietwagen lässt sich Portugal hervorragend erkunden. Wir zeigen euch 7 verschiedene Routen, auf denen ihr so viel wie möglich erlebt.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Das kommt ganz darauf an, was du vorhast. Wir waren 2017 und 2018 ganz schön viel und lange in Portugal unterwegs. Üblicherweise werden 10 bis 14 Tage für einen Portugal-Roadtrip eingeplant. Wir können dir nur raten, so viel Zeit wie möglich dafür frei zu machen. Denn Portugal ist so vielseitig, dass dabei garantiert keine Langeweile aufkommt. Dementsprechend kannst du dir eine oder mehrere der 7 Routen aussuchen. Wir schreiben jeweils dazu, zu wie viel Zeit wir mindestens raten.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Portugal-Roadtrip?

Dabei beachten solltest du natürlich auch das Wetter. Prinzipiell ist eine Portugal-Rundreise zu jeder Jahreszeit möglich und durch das überwiegend milde Klima angenehm. Im Hochsommer kommt es jedoch regelmäßig im Landesinneren zu Waldbränden und neuen Hitzerekorden. Daher raten wir dir, dich in den Monaten Juni, Juli, August und September vorwiegend im Norden oder an der Küste aufzuhalten. In Lissabon ist es im Sommer nicht nur anstregend heiß, sondern auch sehr voll. Die Algarve hingegen begeistert immer, im Sommer wie im Winter. In Nordportugal kann es im Winter schon mal kühl werden, dafür bezaubert Porto aber auch mit weihnachtlicher Beleuchtung.

Unsere 7 Routenvorschläge für einen Portugal-Roadtrip

Hier siehst du nun die 7 Routen, die wir für einen Roadtrip durch Portugal vorschlagen. Wenn du auf das kleine Kästchen oben links klickst, werden die verschiedenen Routennamen eingeblendet. Dort kannst du diese dann auswählen und abwählen wie es dir passt und du bekommst die entsprechenden Routen angezeigt. Alle Routen können selbstverständlich auch „rückwärts“, also in die umgekehrte Richtung gefahren werden.

  1. Badeurlaub an der Algarve

    Mit etwas Glück kann man auch im Winter einen Badeurlaub an der Algarve verbringen
    Mit etwas Glück kann man auch im Winter einen Badeurlaub an der Algarve verbringen

    Die erste Route, die wir euch vorschlagen möchten, ist ein echter Klassiker: eine Rundreise durch die Algarve. Dafür startet ihr in Faro, dem sogenannten Tor zur Algarve. Nachdem ihr durch Albufeira spaziert seid und euch am Strand gesonnt habt, geht es zum Highlight der Algarve, der Benagil-Höhle. Einen weiteren traumhaften Strand findet ihr nahe Alvor, nämlich den Praia dos Três Irmãos.

    Danach fahrt ihr weiter zum wunderschönen Lagos, bevor ihr zur südwestlichsten Spitze Europas bei Sagres aufbrecht. Über Aljezur und seine Surfer-Strände geht es zum Berg und Aussichtspunkt Fóia bei Monchique, dem höchsten Ort der Algarve. Danach bietet sich noch ein Abstecher in das ursprüngliche Tavira an, bevor es zurück nach Faro geht. Optional könntet ihr die Route noch um einen Ausflug nach Sevilla, Cádiz oder Jerez de la Frontera in Spanien erweitern.

    Für wen? Strand- und Naturliebhaber und alle, die die Kombination aus Natur und Stadt mögen
    Wann? das ganze Jahr über geeignet
    Wie lange? mindestens 7 bis 10 Tage
    Flughäfen: Faro (FAO)

  2. Algarve und Lissabon

    Zambujeira do Mar, Portugal
    Zambujeira do Mar, Portugal

    Nun erweitern wir die erste Route um eine Weiterreise nach Lissabon. Statt zum Fóia geht es nach Aljezur weiter Richtung Norden. Wenn ihr auf wilde Strände steht, könnt ihr Stopps in Zambujeira do Mar und Vila Nova de Milfontes einlegen. In Sines erwartet euch ein schöner und gepflegter Stadtstrand sowie das Geburtshaus des portugiesischer Seefahrers und Entdeckers Vasco da Gama. Bevor ihr die Hauptstadt Lissabon erreicht, bieten sich Zwischenstopps in Setúbal, Sesimbra und Almada an.

    Für wen? alle, die die Kombination aus Stränden und Großstadt mögen
    Wann? von September bis Juni
    Wie lange? mindestens 10 bis 14 Tage
    Flughäfen: Faro (FAO), Lissabon (LIS)

  3. Lissabon und Umgebung

    Miradouro do Parque Eduardo VII in Lissabon
    Miradouro do Parque Eduardo VII in Lissabon

    Diese Route startet direkt in der Hauptstadt. Nachdem ihr Lissabon ausgiebig erkundet habt, könnt ihr euch nun entweder auf eine Rundreise begeben oder Tagesausflüge machen. Nicht verpassen solltet ihr dabei das süße Küstenstädtchen Cascais, den westlichsten Punkt Kontinentaleuropas Cabo da Roca, die UNESCO-ausgezeichnete Kulturlandschaft Sintra, den Surferort Ericeira, die 28 Meter hohe Christusstatue Cristo Rei in Almada und die Burgen von Sesimbra und Setúbal. Wenn ihr noch genügend Zeit übrig habt, könnt ihr zudem Abstecher in die UNESCO-Orte Évora und/oder Elvas machen.

    Für wen? Großstadt-, Strand- und Naturliebhaber
    Wann? von September bis Mai
    Wie lange? mindestens 7 Tage
    Flughäfen: Lissabon (LIS)

  4. Norportugal und Lissabon

    Aveiro: Venedig Portugals
    Aveiro: Venedig Portugals

    Zusätzlich zu den bei der vorherigen Route beschriebenen Zielen könnt ihr ab Ericeira weiter zum UNESCO-Kloster von Batalha und dem Heiligtum von Fátima fahren. Optional könnt ihr auf dem Weg auch noch bei den UNESCO-Klostern in Alcobaça und Tomar halten. Diese sind zwar auch sehenswert, jedoch nicht mit dem Kloster in Batalha zu vergleichen. Danach geht’s weiter in die Universitätsstadt Coimbra, zum „Venedig Portugals“ Aveiro und schließlich in unsere persönliche Lieblingsstadt Porto. Wer möchte, kann von hier aus noch nach Braga und Guimarães fahren.

    Für wen? Stadtmenschen
    Wann? ganzjährig, nur Lissabon solltet ihr möglichst im Juni/Juli/August meiden
    Wie lange? mindestens 10 Tage
    Flughäfen: Lissabon (LIS), Porto (OPO)

  5. Porto und der Norden

    Porto
    Porto

    Diese Route führt uns nach ein paar Tagen in Porto über Guimarães, Braga und Valença an der portugiesisch-spanischen Grenze ins spanische Galicien. In Nordspanien erwarten euch die vier Meeresbuchten Rías Baixas mit vielen kleinen, schönen Orten. Nach einem Abstecher in die Pilgerstadt Santiago de Compostela geht es an die „Todesküste“ Costa da Morte und zum Kap Finisterre, dem „Ende der Erde“. Den Abschluss findet die Route im malerischen A Coruña oder – bei ausreichenden Kapazitäten – an den reizvollen Stränden Praia das Catedrais bei Ribadeo sowie Playa de Ribeiría und Playa de Los Campos in Tapia de Casariego.

    Für wen? alle, die Stadt, Natur und eventuell auch Strände schätzen
    Wann? von März bis November
    Wie lange? mindestens 10 Tage
    Flughäfen: Porto (OPO), Santiago de Compostela (SCQ), A Coruña (LCG)

  6. UNESCO-Welterbe-Route durch Portugal

    Convento de Cristo in Tomar
    Convento de Cristo in Tomar

    Wenn du dich für das UNESCO-Weltkulturerbe interessierst, ist diese Route genau die richtige für dich! Sie führt dich nämlich zu allen 12 Welterbestätten auf dem portugieschen Festland: dem Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon, der Kulturlandschaft Sintra, den Klostern von Alcobaça und Batalha, dem Christuskloster in Tomar, zur Universität in Coimbra, den historischen Zentren von Porto und Guimarães, der Weinregion Alto Douro, den prähistorischen Felszeichnungen im Vale do Côa, der Grenz- und Garnisonsstadt Elvas mit ihren Befestigungen und dem historischen Zentrum von Évora.

    Für wen? alle, die sich für das UNESCO-Weltkulturerbe in Portugal interessieren
    Wann? ganzjährig
    Wie lange? mindestens 10 Tage
    Flughäfen: Lissabon (LIS), Porto (OPO)

  7. Portugal komplett: Algarve, Lissabon & Porto

    Rabelo-Boote vor der Ponte Luís I
    Rabelo-Boote vor der Ponte Luís I

    Abschließend eine Route, für all diejenigen, die ganz Portugal kennen lernen möchten. Dafür müsst ihr eigentlich nur die 2. (Algarve und Lissabon) und 4. (Nordportugal und Lissabon) Route kombinieren: Von Faro an der Algarve geht es über Albufeira, den Stränden Praia de Benagil und Praia dos Três Irmãos, Lagos, Sagres, Aljezur, Vila Nova de Milfontes und Sines nach Lissabon. Dann fahrt ihr weiter nach Cascais, Cabo da Roca, Sintra, Ericeira, Batalha, Fátima, Coimbra und Aveiro bis nach Porto. Auch hier könnt ihr Ausflüge nach Braga und/oder Guimarães anhängen.

    Ihr könnt natürlich auch Route 2 (Algarve und Lissabon) und 6 (UNESCO-Welterbe-Route durch Portugal) kombinieren und ab Porto weiter über Braga und Guimarães in die Alto-Douro-Weinregion, zum Vale do Côa, nach Elvas und Évora fahren. Wenn ihr einen Mietwagen habt, bietet es sich an, nach Faro zurückzukehren, um hohe Einweggebühren zu vermeiden. Plant für den UNESCO-Rückweg von Porto nach Faro nochmal mindestens eine Woche ein!

    Für wen? alle, die alles in Portugal sehen möchten
    Wann? ganzjährig, nur Lissabon solltet ihr möglichst im Juni/Juli/August meiden
    Wie lange? mindestens 18 Tage bzw. 25 Tage
    Flughäfen: Faro (FAO), Lissabon (LIS), Porto (OPO)

Was kostet ein Roadtrip durch Portugal?

Auch das kommt natürlich wieder ganz auf euch an. Je nachdem, ob ihr mit einem eigenen oder einem Mietfahrzeug reist und ob mit Camper, Wohnmobil, Wohnwagen, Bus oder Auto, werdet ihr ganz unterschiedliche Kosten haben. Wenn ihr einen Mietwagen nehmt, achtet auf eine faire Tankregelung (voll/voll) und eine Vollkasko-Versicherung, um nachträgliche Kosten zu vermeiden. Günstige Angebote findet ihr bei CHECK24 und billiger-mietwagen.

Wenn ihr zu eurem Startpunkt und von eurem Endpunkt fliegt, benutzt am besten eine Flugvergleichsseite wie zum Beispiel Skyscanner. Dort findet ihr sehr günstige Flüge, vorausgesetzt, dass ihr mit Handgepäck für eure Reisezeit klar kommt. Unser Tipp: Nehmt lieber nur Kleidung für die Hälfte der Zeit mit und lasst diese unterwegs einmal durchwaschen, so könnt ihr euch die Kosten für ein aufzugebendes Gepäckstück sparen.

Eventuelle Unterkünfte könnt ihr hier mit 10% Rabatt auf Booking.com oder mit einem Startguthaben bei Airbnb buchen. Außerdem sind Restaurants und Lebensmittel in Portugal verhältnismäßig günstig. Auch hier sparen Selbstversorger natürlich am meisten.

Viele Sehenswürdigkeiten in Portugal sind zudem immer oder an bestimmten Tagen und Uhrzeiten kostenlos oder können wenigstens von außen betrachtet werden. Eine Ausnahme bildet Sintra, wo der Zutritt zu allen Sehenswürdigkeiten nicht nur ziemlich teuer ist, sondern sogar auch alle umgebenden Parks Eintritt kosten. Dafür könnt ihr fast alle natürlichen Sehenswürdigkeiten wie die Fels- und Höhlenformationen an der Algarve gratis besuchen.

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